08. 10. 2007: Gebotspreise Freihopfen Ernte 2007

Das größte Hopfenhandelshaus der Welt, Joh. Barth & Sohn/Haas-Gruppe, hat seine derzeitigen Gebotspreise für Freihopfen Ernte 2007 veröffentlicht. Sie liegen durchgehend über den Pool-Einstandspreisen. Auch Barth hatte als "Barth-Aktion 2007" einen Pool in Konkurrenz zur HVG aufgelegt, Steiner folgte. Barth zeigt mit den beiden Preistabellen, wo der Pool hingeht. Deshalb sind die letzten zwei Spalten der Tabellen identisch (www.hallertau.info).

Die Poolmengen sind freilich nicht groß. Barth legt aber auch offen, dass es eigentlich keine Notwendigkeit für den Pool gibt. Andererseits offenbarte der HVG-Pool im letzten Jahr, dass das Warten im Verkauf die höchsten Aufschläge brachte. Der Pflanzer hat oft nicht die Nerven dazu. Die derzeitigen Ankaufspreise des Hauses Barth, auch als "Festpreise" deklariert, sind eine Art Markteinstieg für die Zeit, bis der Markt sich entwickelt hat. Sobald die US-Hochalphaernte eingefahren und gewichtet ist, wird dieser Markt erst in Bewegung kommen, auch wenn es in den USA kaum Freihopfen geben wird. Das dürfte aber dann die "Festpreise" Barths nach oben treiben.

Dem eilen bereits die sehr hohen Notierungen der Bitterhopfen für die Hallertau voraus. Es gibt 2007 wieder weniger Hopfen, als benötigt wird. Auch wenn die Alpha-Unterdeckung weltweit relativ nicht groß ist, so ist sie aber preistreibend.