17. 10. 2007: Preise steigen täglich

Preise steigen täglich

Der Hopfenmarktbericht No. 7 des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer korrigierte die Freihopfenpreise des Vorgängers um +15% innerhalb einer Woche und betonte, dass es sich bei diesen Notierungen um Mindestpreise/unterste Preise handelt. Für Taurus und Herkules werden nun 1500/100 kg mindestens gezahlt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Notierungen möglich, ja stündlich steigen. Deshalb ist das Internet das beste Medium.

Jede Hektik wäre aber verfehlt. Die Preise werden weiter steigen und jedes Pfund Hopfen auf dieser Erde wird als grünes Gold im Wert nicht sinken. Wer wartet, hat nichts zu verlieren, kann nur gewinnen. Wo es aufhört? Nicht vor der Ernte 2008. Natürlich verringert sich das Alpha, weswegen es gut wäre, den Hopfen verarbeiten zu lassen und dann erst zu verkaufen.

Denn jedes Gramm Alpha ist kostbar. Wenn in früheren Jahren schlechte Ernten den Preis hochtrieben, dann war darin eine Art Psychologie des Reizens und Überreizens. Heute ist es ein Spiel mit aufgedeckten Karten. Die von der Aktion - der Hallertauer vermutete Preisgrenze von 3000 + x/100 kg bei Taurus/

Herkules ließe sich rechnerisch konkreter fassen, allerdings wären es nur wenige Kilos ohne echte Marktrelevanz, eben soviel wie ein Verdurstender für ein Glas Wasser in der Wüste bezahlen würde. Für das Guinessbuch der Rekorde gut, aber dem Markt haben solche Zahlen immer geschadet, weil jeder dahinter eine Menge vermutet. Heilsam ist in solchen Zeiten aber, langfristige Verträge zu schließen. Wir werden unter www.hallertau.info laufend aktuelle Kommentierungen und Prognosen abgeben.

(Eduard Kastner)