10. 09. 2008: Drittländer Verlierer am Welthopfenmarkt

Drittländer Verlierer am Welthopfenmarkt

Auch wenn die Chinesen deutlich mehr Hopfen einlegten als vermutet, so wird sich daraus kein Freihopfen für den Weltmarkt ergeben. Die Biernation Nr. 1 wird ihn völlig für die eigenen Sude brauchen und sich freuen, wenn wieder ein Hopfen spürbar im Bier wird (Schaum, Haltbarkeit etc.).

„Eine starke Ernte der Hallertau kommt gerade recht. Wir haben sie uns so gewünscht“, stellte Stephan Barth letzte Woche in Nürnberg fest. Schließlich müssen endlich die Märkte wieder bedient werden. Und der Freihopfen ist zu 50% Aromahopfen. Hier soll die Hallertau am Markt weiter punkten. Schlecht sieht es jedoch für Slowenien und Polen aus. Womöglich werden diese Gebiete den nächsten Abschwung am Hopfenmarkt nicht überleben. Schon heuer werden sie völlig unbefriedigende Freihopfenpreise erfahren.

Generell konzentrierten sich die Brauwelt und der Handel auf das Yakimatal (USA) und die Hallertau. Hier sind die Verträge für die gesicherte Zukunft geschlossen worden. Und wenn beide Gebiete eine starke Ernte einfahren, genügt der Brauwert für die ganze Welt. Der Rest der Anbaugebiete dient in der Summe als Puffer, wenn in den zwei großen Gebieten die Witterung nicht mitspielt. Dies könnte indirekt auch aus vermehrter Lagerhaltung erfolgen. In toto haben diese Drittländer praktisch keine Zukunft, vergleichbar mit Spalt oder Hersbruck.

(10. 9. 2008)