06. 10. 2008: Sehr ordentliche Freihopfen

Sehr ordentliche Freihopfen

Der Pool der HVG geht schon vor dem Gallimarkt zu Ende. Barth hat die Anzahlungspreise der HVG identisch übernommen. Zur Versöhnung mit den gegenüber der HVG schlechteren Endauszahlungen aus der Ernte 2007 erhält jeder Lieferant Barths 50ct pro kg Hopfen für 2007 nachvergütet. Davon profitieren auch Vertragshopfen etc. Begründet wird die Nachvergütung mit der Vertragstreue der deutschen Pflanzer. Barth setzt aber auch damit eindeutig auf die Hallertau.

Noch generöser sind die Preise für Freihopfen, die konsequenterweise von Steiner identisch übernommen werden. Wer unsere Hopfenmarktberichte ab August 2008 verfolgt hat, und die am Markt bestehenden Faktoren so nachvollzieht, kann unsere Empfehlung verstehen, diese Preise bei den Hauptsorten (siehe unten) als sehr gut wahrzunehmen. Im Pool werden sie nicht höher kommen. 10,– Euro für Taurus und Herkules gehören angenommen. Der Hopfenmarkt 2008 wird keine Kapriolen nach oben schlagen.

Sicherlich werden die Pools zu ähnlichen Endpreisen führen. Aber dann muss der Pflanzer bis August 2009 auf sein Geld warten. Und er hat noch ein Marktrisiko, womöglich noch ein Abrechnungsdilemma. Aus unserer Sicht hätten die Endzahlungen 2008 der Pools durchaus höher ausfallen können. Schließlich ging der Freihopfen auf 30,– Euro. Oder zumindest wurden die Brauer im Durchschnitt doch sehr fair behandelt in Hinblick auf zukünftige Geschäfte.

Hier die Gebote für Freihopfen (Festpreise): Taurus?/?Herkules 10,– Euro; Magnum 8,50 Euro; Merkur 8,– Euro; Perle 7,– Euro, Tradition 6,– Euro.

(6. 10., Eduard Kastner)