20. 10. 2008: Der Verkaufsmarkt engt sich ein

Der Verkaufsmarkt engt sich ein

Wie der Verband der deutschen Hopfenpflanzer in seinem 9. Hopfenmarktbericht bekannt gab, hält nur noch Steiner die Festpreise für Freihopfen bei den Sorten Taurus, Herkules und Magnum aufrecht. Die HVG hat ja den Pool geschlossen. Dafür bleiben bei Barth und Steiner die Pools zu den HVG-Anzahlungspreisen weiterhin offen. Es ist erkennbar, dass am Markt der Nachfragedruck zurückgegangen ist, was vermutlich auch auf die Endpreise drücken wird. Die „Good-will-Tour“ der großen Handelshäuser, speziell des Hauses Barth, für Deutschland geht zu Ende. Das schließt nicht aus, dass einzelne Aromapartien am Freihopfenmarkt noch gefragt sind. Aber die Realität hat uns wieder eingeholt. Bis zur „Brau“ steckt noch Hoffnung im Markt. Ab Januar 2009 wird der Markt „abgetaucht“ sein. (20. 10., Eduard Kastner)

 

Ergebnisse der Deutschen Hopfenausstellung 2008

In folgendem Word-Dokument finden Sie die Ergebnisse der Deutschen Hopfenausstellung 2008 anlässlich der 95. VLB-Oktobertagung in Berlin >>> Ergebnisse der Deutschen Hopfenausstellung 2008.

Dazu schreibt Anton Lutz, Landwirtschaftsamtsrat, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung Arbeitsbereich Hopfen, IPZ 5 c Hopfenforschungszentrum Hüll:

"Insgesamt war es eine sehr gelungene Bonitierung. Alle vorgestellten Muster waren repräsentative Sackmuster und es musste kein Muster aus der Wertung genommen werden. Wegen der annähernd optimalen äußeren Qualität der Muster und des geringen Befalls mit Krankheiten und Schädlingen sowie der hohen Alphasäurengehalte wurden bei den Siegermustern sehr hohe Gesamtpunktzahlen erreicht.

Die Goldmedaille im Aromabereich ging wegen der hohen Alphasäurengehalte erwartungsgemäß an ein Muster der Sorte Perle. Besonders hervorzuheben ist dieses Jahr aber die Sorte Hallertauer Tradition. Hier war nicht nur die äußere Qualität bei nahezu allen Mustern hervorragend, sondern auch die Alphagehalte liegen 2008 so hoch wie nie zuvor.

Etwas überraschend ging die Goldmedaille im Bitterbereich an ein Muster der Sorte Hallertauer Magnum. Aber wie so oft "Totgesagte leben länger". Dieses Muster wies eine optimale äußere Qualität auf und es erhielt insgesamt nur 1 Punkt Abzug im Bereich "fehlerhafte Behandlung. Daher reichte es trotz des geringeren Alphasäurengehaltes zum Gesamtsieg. Dahinter folgen drei Muster mit 2 Punkten Rückstand. Den zweiten Rang eroberte wegen des höchsten Alphasäurengehaltes ein Muster der Sorte Herkules.

Erstmals gingen dieses Jahr die Gesamtsiege im Aroma- und Bitterbereich an den gleichen Hopfenpflanzer. Bei Herrn Johann Weiß aus Straßberg bei Geisenfeld stimmten sowohl die äußere Qualität als auch die Alphasäurengehalte. Seine nahezu idealen tiefgründigen Böden mit lehmigen Sanden und sein exzellentes Fachwissen bieten hervorragende Voraussetzungen. Ausschlaggebend könnte aber sein, dass seine gesamten Flächen mit Tröpfchenbewässerung bewässert wurden. Bereits bei der Moosburgausstellung war er mit einem anderen Muster Sortensieger.

Die Ergebnisse der einzelnen Anbaugebiete spiegeln auch etwas die Witterungsbedingungen für den Hopfen wieder. In weiten Teilen der Hallertau waren die Wachstumsbedingungen für den Hopfen nahezu ideal und die Alphasäurengehalte hoch. Daher ist es nicht verwunderlich, dass bei 9 der 13 bonitierten Sorten die Sieger aus dem Anbaugebiet Hallertau kamen. Auch bei den Gesamtsiegern im Aroma- und Bitterbereich erreichten im Gegensatz zu den Vorjahren nur Muster aus der Hallertau die begehrten Medaillenplatzierungen. Während noch drei Sortensieger aus dem Anbaugebiet Spalt kamen, reichten bei den Mustern aus Tettnang (nur Sortensieger Tettnanger) und Elbe-Saale die Alphasäurengehalte nicht für die ersten Plätze."