21. 09. 2009: Rekordernte in den USA

Rekordernte in den USA

Während die Hallertau nach dem Hagelschaden in Summe von einer normalen Ernte 2009 spricht, schlagen die USA in Ertrag und Alpha zu. Die Mehrflächen kommen heuer voll zum Tragen und das Alpha scheint Rekord verdächtig. Die Handelsfirmen rechnen mit einem US-Freihopfen, der durch die Dollar-Euro-Relation stark begünstigt ist, während die US-Pflanzer möglichst keinen Freihopfen aufkommen lassen wollen und lieber auf seine Ernte verzichten. So hängen noch 3–5 % der Hopfen eines jeden Betriebs in den Gärten – ungepflückt. Aber auch Lager- und Verarbeitungskapazitäten sind ausgeschöpft. Die Freihopfen aus den ehemaligen Ostblockstaaten drängen ebenfalls auf den Markt – zu sehr niedrigen Preisen. Es sind 60 % der Ernte. Andererseits sollen Notierungen von unter 10 Euro/100 kg diese Länder zum Aufgeben und Roden zwingen. Das gilt als Grundsatz für alle Überkapazitäten, sprich Freihopfen: „der Markt wird es regeln“ d.?h. bei nicht existenzerhaltenden Preisen werden so viele Pflanzer aufgeben bzw. roden, bis die ca. 4000 ha Überfläche weltweit verschwunden sind. Das trifft für den Bitterhopfen uneingeschränkt zu. Die derzeitige Euro-Dollar-Relation (Trend: noch ungünstiger) bevorzugt amerikanisches Alpha. Der deutsche Aromahopfen wird sortenbezogen bleiben. Hier dürfte sich ein normaler Freihopfenmarkt halten lassen, auch wenn der allgemeine Pessimismus und die Gesamtlage auf den Preis drücken. Die Hageldefizite aber müssen ausgeglichen werden. Dazu könnten Pools greifen. Eine erfreuliche Einschätzung von der Drinktec: die Verträge bei den deutschen Pflanzern werden halten, auch wenn der Freimarktpreis am Boden liegt.

(siehe www.hallertau.info-Pressekonferenz)