01. 10. 2009: Rodung konsequent angehen

Rodungen konsequent angehen Die Zahlen vom Internationalen Hopfenbau Kongress legen alles klar: die Überproduktion an Alpha betrug 2600 to aus der Ernte 2008 und für 2009 wird gleiches erwartet – der Hagelschaden der Hallertau ändert daran fast nichts. Die Last der Finanzierung der Überproduktion liegt bei den Brauern: Fast alle Kosten landeten als teure Vertragshopfen bei ihnen. Auch die Ernte 2009 wird ca. 2000 to so den Brauern aufdrücken. Spätestens dann wird auch der letzte Konzern eine weitere Bevorratung verwerfen. Es wird zu enormen Belastungen der Vertragsstrukturen kommen. Wie bei AB InBev Anfang 2009 wird es Ausstiegsszenarien geben. Vielleicht „hilft“ die Witterung wieder dazu, Vorräte doch als positiv anzusehen. Aber heilsam wäre nur ein Ausfall in den USA. Wenn die Hallertau in der Klimaveränderung zum Risiko wird, wird sie am Markt trotz besten Knowhows untergehen. Die USA produzieren 2009 die Hälfte des weltweit benötigten Alphas – zu horrenden Preisen. Sie liegen fast doppelt so hoch wie unsere Vertragspreise. Dort ist von den Brau-Konzernen anzusetzen. 2009/2010 müssen Flächen in großem Umfang verschwinden: 3000 ha mindestens.

(1. 10. 2009)