Großes "Dankeschön" an Asylhelferkreise

Großes "Dankeschön" an Asylhelferkreise

Wolnzach/Pfaffenhofen/Geisenfeld/Schweitenkirchen

 

Zur 5. Dankesfeier und einen Erfahrungsaustausch hatte Landrat Martin Wolf über 750 ehrenamtliche Betreuer der Asylbewerber des Landkreises ins Hopfenmuseum nach Wolnzach eingeladen und rund 150 von ihnen hatten trotz vorweihnachtlicher Termine Zeit, teilweise mit einigen der Flüchtlinge zusammen an der Feier teilzunehmen – unter ihnen auch einige Laiendolmetscher.

 

Neben den Asylbetreuern konnte Martin Wolf auch eine stattliche Anzahl von Bürgermeistern oder ihren Stellvertretern begrüßen und er dankte allen Betreuern für ihre engagierte Arbeit und die Bürgermeister für die Unterstützung bei der Arbeit. Auch seine Mitarbeiterinnen schloss er in diesen Dank mit ein, denn ohne alle diese Helfer wäre das schwierige Thema der Asylbetreuung nicht zu meistern gewesen. Als neue Helferkreise begrüßte er Weichenried, Steinkirchen, Reichertshausen und Pörnbach, die sich zu seiner Freude neu gebildet hatten. Und die Anwesenheit einiger Pfarrer zeige, dass Politik und Kirche zusammen stehen. Die Dankesfeiern hätten 2012 erstmalig stattgefunden und sind inzwischen festen Bestandteil der gemeinsamen Arbeit, so Wolf. Er ging auch kurz auf die aktuelle Situation mit ca. 1.500 Flüchtlingen ein, wobei die Zahl schwanke, so dass freie Plätze immer wieder der Regierung von Oberbayern gemeldet würden. Die Unterkunft an der Trabrennbahn werde wegen der Unsicherheiten in nächster Zeit (verstärkte Flüchtlingswelle, Verteilung EU-Kontingente und Türkei-Abkommen) frei gehalten. Auch bemühten sich die Landkreise, den Anmietungsstopp für Unterkünfte bei der Regierung aufzuheben, damit im Notfall keine Tragluft- oder Turnhallen belegt werden müssen. Wolf bezeichnete die Betreuer als“Engel vor Ort“, die teilweise ihr hohes Engagement auf Dauer nicht durchhalten können, die aber mit ihrer Arbeit den Flüchtlingen helfen würden, hier richtig anzukommen, das Land, die Menschen und die Kultur zu verstehen. Dadurch würden sie auch einen Teil der Verantwortung für diese Menschen übernehmen.

 

 

 

Der weitere Abend wurde von vier Asylhelferkreisen mit Berichten über ihre Aktionen gestaltet. Aus Schweitenkirchen wurde über Malaktionen, den Bau von Stabpuppen und die baldigen Probearbeiten für das Mitmachtheater „Tödliche Langeweile“ berichtet. Geisenfeld/Feilenmoos informierte über das „Inflama-Projekt“, das an die beruflichen Interessen der Flüchtlinge anknüpft, in diesem Zusammenhang Deutsch-Kenntnisse vermittelt und gezielt auf berufliche Anfangsqualifizierungen hinarbeitet. Aus Pfaffenhofen wurde das „Kricket-Projekt“ vorgestellt, ausgehend von pakistanischen Flüchtlingen, die lieber Kricket statt Fußball spielen wollten, angefangen von den ersten Kontakten zu deutschen Kricketmannschaften bis hin einer vollständigen Ausrüstung. Inzwischen sind die Pfaffenhofener eine Abteilung im FSV Pfaffenhofen und spielten bereits gegen verschiedene Mannschaften im Landkreis und ab 2017 in der 2. Bayernliga. Die letzten Projekte wurden aus Wolnzach vorgestellt: die Fahrradwerkstatt und das Fest der Völker, das vor einigen Wochen in der Preysinghalle stattfand (wir berichteten). Zum Abschluss überreichte Landrat Wolf einigen neuen Helfern die Bayrische Ehrenamtskarte.

 

Die Vorträge wurden in den Zwischenpausen musikalisch immer wieder von der Geisenfelder Gruppe Tamatogo gefüllt. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Buffet und ein lockeres Zusammentreffen und gegenseitiges Kennenlernen der Asylbetreuer.

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