Kirchenführung "Mit Leib und Seele"

Kirchenführung "Mit Leib und Seele"

Abensberg

Abensberg, 06.10.2016 (sh).

Nach einer Sommerpause setzte vor Kurzem wieder die beliebte Reihe der Kirchenführungen in der Hallertau unter dem Motto "Mit Leib und Seele" ein. Zielpunkt war diesmal die Karmelitenkirche zu Abensberg, eine Gründung des Grafen Johann II von Abensberg und seiner Gemahlin Agnes von Lichtenstein in Niederösterreich. Alois Eisenhofer und Pfarrer Georg Birner führte die kleine Gruppe durch das Gotteshaus.

 

v.l.n.r.: Organisator Alois Eisenhofer und Pfarrer Georg Birner

Das Karmelitenkloster in Abensberg, dessen Gründer und zugleich Stifter Johann II. von Abensberg ist, wurde als "eine neue Kirche in den Ehren unserer Lieben Frau angehebt" wie es in einer Urkunde von 1392 heißt.

Der Bau wurde wahrscheinlich im Jahre 1442 beendet, da im selbigen Jahr die Altarweihe urkundlich belegt ist.
Ursprünglich war die Klosterkirche ein gotischer Bau mit flacher Holzdecke, jedoch wurde die Kirche zu Beginn der 18. Jahrhunderts sukzessive barockisiert. Die teilweise erhaltenen Spitzbögen sind ein Relikt aus der Gotik.


Der reichlich geschmückte Erntedank Altar

Neben der Klosterkirche befindet sich der Kreuzgang, welcher früher als die Kirche selbst fertiggestellt wurde und dessen Einweihung wahrscheinlich ins 14. Jahrhundert zu datieren ist.Der Kreuzgang umrahmt einen romantischen Innenhof mit Brunnen.

Mit der Säkularisation wurde 1802 das Karmelitenkloster Abensberg aufgelöst, die Gebäude wurden veräußert. Kostbare und unersetzbare Schätze gingen verloren, so auch die wertvolle Klosterbibliothek. Heute wird die Karmelitenkirche in der Sommerzeit noch für Gottesdienste genutzt.

Im Jahre 2003 wurde der Kreuzgang generalsaniert und die Fenster zum Innenhof hin wurden mit Glas versehen. Von 2005 bis 2015 wurden 15 Fenster im Kreuzgang neu gestaltet und gefertigt. Seither finden in diesem besonderen Ambiente Festakte, Konzerte und sonstige, würdevolle Veranstaltungen statt.

 


Die rund 30 Teilnehmer lauschten aufmerksam den Ausführungen von Pfarrer Georg Birner, der die Gruppe durch „Stationen“ der Kirche führte und Besonderheiten über die Orgel, diverse Heiligenfiguren und die Sakristei erläuterte. So soll Erzählungen zufolge die Orgel mithilfe eines Flaschenzugs nach oben transportiert worden sein.

Nach der kostenlosen Führung gab es die Gelegenheit zur Einkehr im Jungbräu. Nächstes Mal wird die Kirche in Allersdorf bei Abensberg besichtigt. Das Datum wird rechtzeitig bekanntgegeben. Da die Veranstaltung künftig nicht mehr, wie bisher, über die VHS Mainburg getragen wird, sollen sich alle Interessenten für die kommenden Führung direkt bei Alois Eisenhofer unter Telefon 08751/84 48 33 oder per Email alois.eisenhofer@web.de melden.
 

 

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