Zuerst sterben die Bienen...

Zuerst sterben die Bienen...

Mainburg/Landkreis

Mainburg/Landkreis, 27.01.2017 (hal/sh).

Als Fritz Zirngibl seinen Hund ausführte, machte er in der Nähe von Bienenstöcken in seiner Heimatgemeinde Teugn, am Hauserer Berg, eine seltsame Entdeckung: hunderte verendeter Bienen lagen im Schnee. Umso mehr er sich umblickte, umso mehr tote Bienen entdeckte er. Tausende? Wie können Bienen im Winter ausfliegen? Wurden Bienstöcke von Vandalen umgeworfen?

Foto: Zirngibl

 

Albert Einstein soll einmal folgendes gesagt haben: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr“.

Infolge der Entdeckung setzte sich Zirngibl sofort mit dem Imker in Verbindung, um ihn Bericht zu erstatten. Dieser hatte allerdings das große Sterben seiner fleißigen Bienen bereits bemerkt. Fünf bis sechs seiner insgesamt dreizehn Bienenvölker sind krank, berichtete er Zirngibl und kranke Bienen fliegen zum Sterben aus, so der Imker.

"Soweit darf es nicht kommen", meint Kreisrat Fritz Zirngibl, "denn das Bienensterben ist im Landkreis Kelheim kein Einzelfall. Bei der Imkerversammlung in Mitterfecking hatten Imker berichtet, dass auch ihnen ebenfalls mehrere Bienenvölker gestorben seien. Was sind die Ursachen dafür? Der Hauptgrund, aus Sicht der deutschen Imker Schaft sind Spritzmittel, mit der daraus resultierenden Monokultur. Die Bienen finden so nur sehr einseitige Nahrung und ihr Immunsystem wird zunehmend geschwächt.

Hier ist wohl an das Gewissen der Bauern zu appellieren, damit der Spritzmitteleinsatz freiwillig reduziert wird. In der Landwirtschaft wird z.B. "Roundup" seit 1974 verwendet, um Unkraut oder konkurrierende Pflanzen von Äckern vor Aussaat der Kulturpflanze abzutöten.

Zusätzlich belasten große Monokulturen von Maisanbau die Umwelt. Mais wird durch Beizung mit Pflanzenschutzmittel gegen Pilzbefall und Schädlinge "behandelt". Wenn dann die Bienen die Granulatstropfen an den Maistängeln im Frühtau aufnehmen, ist damit ihr vorzeitiges Ende schon besiegelt.

Es gibt verschiedene Ansätze: "Ein positiver Beitrag für die Umwelt und insbesondere für die Lebensqualität der Bienen wäre auch das "Greening" an Feldrändern. Diese ökologischen Feldrandstreifen, mit ihrem reichen Blütenangeboten, bieten dann nicht nur Bienen eine reichliche Nahrungsquelle. Zudem gibt es auch hierfür satte Fördergelder über die Landratsämter.

 

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