Gewaltbereitschaft nimmt zu

Gewaltbereitschaft nimmt zu

Geisenfeld

Geisenfeld, 24.03.2017 (hal/rt).

Analog zum bayernweiten Trend leicht gestiegen ist die Anzahl der Straftaten im Dienstbereich der Geisenfelder Polizei, wie die jüngste Veröffentlichung der polizeilichen Kriminalstatistik ausweist. Die Gesamtzahl der im Jahr 2016 erfassten Straftaten beläuft sich auf 1812 Fälle. Dies bedeutet im Gegensatz zum Vorjahr einen Anstieg um 70 Fälle oder vier Prozent. Die Gewaltbereitschaft nimmt dabei eindeutig zu.

„Insgesamt ist festzustellen, dass die Gewaltbereitschaft zunimmt und die Hemmschwelle niedriger wird“, heißt es von den Geisenfelder Polizeibeamten. Der Anstieg an Fällen sei unter anderem auch auf die Bevölkerungszunahme im Zuständigkeitsbereich zurückzuführen. „Die Kriminalitätsbelastung, die sich in einer sogenannten Häufigkeitszahl wiederspiegelt, liegt im Bereich der Polizeiinspektion Geisenfeld mit einem Wert von 3758 deutlich niedriger als im bayernweiten Vergleich. Hier liegt der Wert bei 6871 Straftaten pro 100.000 Einwohner.“

Aufgeteilt auf die Gemeinden ergeben sich folgende Werte: Geisenfeld 4446, Baar-Ebenhausen, 3146, Ernsgaden 3179, Wolnzach, 4095, Vohburg 3473, Reichertshofen 3595, Münchsmünster 2542. Sicherste Gemeinde im Zuständigkeitsbereich ist somit Münchsmünster mit 115 registrierten Fällen, was einen Rückgang von 33,9 Prozent entspricht.
„Erfreulicherweise konnte auch die Aufklärungsquote um 1,5 Prozent auf insgesamt 66,9 Prozent gesteigert werden. Diese liegt damit um ein Prozent über dem bayerischen Wert.“ Bei der Unterscheidung der Deliktsarten liegen die Diebstahls- und Rohheitsdelikte an vorderer Stelle. So wurden 414 Diebstähle (Vorjahr 402) und 302 Körperverletzungen (Vorjahr 282) Fälle registriert.

Auch ein Fall eines versuchten Tötungsdeliktes findet sich in der Statistik. Im Mai stach in Geisenfeld ein Mann auf seine Verlobte ein. Diese wurde glücklicherweise nicht lebensgefährlich verletzt. Als Rohheitsdelikte sind auch vier Raubfälle erfasst.

Diebstähle von Fahrrädern gingen um vier Fälle auf 49 zurück. Auch konnte die Aufklärungsquote in diesem Bereich von 6,1 Prozent im Vorjahr auf 15,9 Prozent gesteigert werden. Die Zahl der Wohnungseinbrüche blieb mit 55 Fällen exakt gleich zum Vorjahr. Besonders betroffen war hier die Stadt Geisenfeld mit 22 Fällen. Wie im Vorjahr konnten hier nur rund 7 Prozent dieser Fälle aufgeklärt werden.
Bei den Rauschgiftdelikten ist ein Anstieg von 104 Fällen in 2015 auf 146 Fälle zu verzeichnen. Harte Drogen spielen im Inspektionsbereich keine Rolle. In fast allen Fällen handelt es sich um Erwerb beziehungsweise Handel mit Cannabisprodukten. Der hohe Anstieg spiegelt nicht einem Trend, sondern ist auf den Verfolgungsdruck zurückzuführen.

Von den insgesamt 996 registrierten Tatverdächtigen waren 794 (79 Prozent) männlich und 202 ( 21 Prozent) weiblich. Der Anteil der Tatverdächtigen ohne deutschen Pass liegt bei 28,8 Prozent und ist zum Vergleich vom Vorjahr um gut drei Prozent gestiegen. Der Anteil der Jugendlichen ging leicht zurück. Von den registrierten Tatverdächtigen waren nur 7,8 Prozent jünger als 18 Jahre.
 

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