Offene Bühne nach der Faschingspause

Offene Bühne nach der Faschingspause

Geisenfeld

Geisenfeld, 16.02.2018 (wk).

Der Fasching und das widerliche Wetter hatten nicht nur in Büros und Werkhallen für Ausfälle gesorgt, auch bei der Offenen Bühne in der Bar „Alisa“ waren die Nachwehen zu spüren, denn von den eigentlich festen Zusagen verschiedener Musiker hagelte es Absagen wegen Faschings-Nachwehen oder Krankheit, so dass die Zahl der Interpreten dieses Mal überschaubar war.

Michael Bretz


Das Power-Organisationspaar Wilma und Michael Bretz hatten schon Bauchweh, als sie damit begannen, die Offene Bühne für die Auftritte vorzubereiten. Sie wollten schließlich nicht die Gäste enttäuschen, die wieder recht zahlreich erschienen waren. Aber wie es so bei einer offenen Bühne immer wieder vorkommt – es kommen Musiker und Sängerinnen als Gäste dazu, die eigentlich an dem Abend nur zuschauen wollten, dann aber gerne bereit sind einzuspringen, wenn jemand ausfällt. So geschah es auch an diesem Donnerstag und der Abend war gerettet.

 

extra aus Garmisch angereist: Hani Who

Und als unangekündigter, besonderer Gast erschien der Comedian Hani Who aus Garmisch, der schon einige Mal bei der Offenen Bühne seinen Auftritt hatte und der extra mit dem Pkw die zwei Stunden Fahrt von Oberammergau wegen seines (ungeplanten) Auftritts auf sich genommen hatte. Da er demnächst mit dem hier in der Region bekannten Comedian Ralf Winkelbeiner zusammen in Garmisch auftritt, wollte er sein Programm gern vorher bei der Offenen Bühne in Geisenfeld ausprobieren. Und wie bei seinen bisherigen Auftritten, hatte er wieder ein begeistertes Publikum. Der vor 8 Jahren als persischer Afghane mit seinen Eltern nach Deutschland geflohene Hani Who zeigte wieder einmal, wie perfekt er die deutsche Sprache beherrscht und damit immer wieder den richtigen Punkt trifft. So zeigte er wie schwierig es doch für einen Ausländer ist, die grammatikalischen Artikel „der, die, das" richtig einzusetzen. Auch aus seinen Erfahrungen mit Kindern konnte er als gelernter Erzieher berichten und überzeugte wieder einmal mit seinem Auftritt. Dass er dazu auch noch gut singen und Gitarren spielen kann, war dann beim Publikum ein zusätzlicher Applaus wert.

Mexx, Michael, Lex

Ein „Comedy-Auftritt“ anderer Art war der von Michael Bretz. Nachdem er einige seiner schönen alten Lieblingssongs gespielt und gesungen hatte, musste er zu seinem letzten Lied noch die Entstehungsgeschichte erzählen, denn Familie Bretz hatte letztes Quartal einen Maulwurf im Garten, der ihnen mit seinen Maulwurfshügeln den ganzen Rasen zerstört hatte. Da beide Tierschützer sind, wollten sie den Maulwurf ja nicht töten, sondern nur vertreiben. Michael Bretz probierte alle Möglichkeiten, die ihm Fachleute verraten hatten, die aber erfolglos waren – der Maulwurf blieb. Aber als Wilma Bretz im neuen Jahr ihre Kater ins Haus rufen wollte, sah sie ihn mit dem gefangenen Maulwurf. So konnte das arme Tierchen ohne Verletzungen wieder friedlich in der offenen Landschaft ausgesetzt werden. – Und aus dieser Geschichte hatte Michael Bretz dann den „Maulwurfshaufen-Blues“ komponiert und getextet. Das Publikum war von Geschichte und Song einfach begeistert.

Michael, Ernst Engelbrecht, Mexx, Lex


Bei seinen Songs wurde Michael Bretz am Keyboard von Lex Mackle und am Cajon von Mercurio Nardozza (Mexx) begleitet. Diese Musiker bespielten dann in allem möglichen, sich abwechselnden, Kombinationen die Offene Bühne. Als Sängerin gesellte sich Julia Lob (von der Gruppe Titti Twister) dazu sowie Kevin Mackle mit Gitarre und seinem Freund Hector am Cajon. Julia rockte mit ihrer tollen Stimme den Saal, dass alle Besucher begeistert waren, wie toll sie die Songs interpretierte. Und Kevin Mackle heizte die Stimmung mit seinen rockigen Riffs auf der E-Gitarre noch mehr an, so dass Papa Lex auch am Keyboard noch einige heiße Rhythmen zulegte. Und für den „bayrischen Italiener“ Mexx war es klar, dass er nicht nur englische Songs, sondern auch Lieder seiner alten Heimat beisteuern musste, um die Stimmung noch mehr anzuheizen und die Besucher zum Mitsingen zu ermutigen.

Julia, Mexx, Kevin, Lex
Es war eine tolle Jam-Session, die alle auf die Bühne brachten, und das Publikum ging begeistert mit. Viele schöne, alte und eigene Songs brachten eine Super-Stimmung, so dass Michael Bretz zum Schluss feststellen konnte, dass der Abend wieder mal ein absolutes Highlight war.
 

Julia Lob                                                          Lex Mackle

 

Mexx Nardozza                                                Michael Bretz

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