Irish Summer Night

Irish Summer Night

Geisenfeld

Geisenfeld, 04.06.2017 (wk).

Eigentlich hätte die irische Sommer-Nacht ein Open Air Festival im Klostergarten werden sollen, doch der Sommer hatte sich gerade am Pfingstsonntag für einige Tage verabschiedet. Doch in einem solchen Fall hilft die Anton-Wolf-Halle und das Sommergefühl war durch die stimmungsvolle Beleuchtung der Halle und hervorragende Musik schnell hergestellt. Der Funke sprang gleich zu Beginn über.


Bürgermeister Christian Staudter freute sich über die gut gefüllte Halle und versprach dem Publikum einen schönen und interessanten Abend mit einer Reise über den Kanal auf die „Grüne Insel“. Der Abend begann mit dem Einzug der Geisenfeld Highlanders, die zu dritt durch die Halle zogen mit ihren schottischen Kilts, Dudelsack (Jörg Jacobi), großer Trommel (Timothy Ellyson, USA) und einer Snar Drum (Stuart Booth, Schottland). Den Hauptteil des Abends übernahmen aber die Celtic Troubadours aus Ingolstadt mit Christian Hackner (Geige, Banjo, Mandoline, Gesang), Sabine Gaßner (Flöte), Karlheinz Förg (Trommel, Cajon) und Wolfgang Gaßner (Gitarre, Irish Bouzouki, Gesang). Einen besonderen Gast hatten sie aus Erngaden mitgebracht, Karoline Frey mit ihrer Irish Harp. Neben der musikalischen Begleitung der Celtic Troubadours zeigte sie in einem langen Solostück, dass auch eine Musikerin aus der bayerischen Volksmusik perfekt geeignet ist, irische Musik zu spielen. Das Publikum war begeistert und spendete kräftigen Applaus. Auch wenn die Musiker der Celtic Troubadours und zwei der Geisenfeld Highlanders nicht von der Insel kommen, so ist doch deren Liebe zu irischer und schottischer Musik so groß, dass sie sicher ohne Probleme von den Inselbewohnern adoptiert werden könnten, denn ihre Musik präsentierten sie unverfälscht und authentisch.


Die Celtic Troubadours hätte man sich jederzeit in einem irischen Pub vorstellen können, denn mit ihrer Musik erzeugten sie eine Stimmung, die nicht in Konzertsälen entsteht, sondern mitten aus dem Leben eines quirligen Pubs mit Gästen, die bei den Liedern sofort mitsingen. Die Celtic Troubadours präsentieren wechselweise mal Instrumental- und Gesangsstücke, bekannte und weniger bekannte, die sich um Landschaften, Menschen, den St. Patricks Day und natürlich um den Whiskey drehten – wobei „Whiskey in the Jar“ sicherlich das bekannteste der Getränkelieder war, aber auch die „Ode to Whiskey“ gehörte in diese Kategorie.

 
In der kurzen Zwischenpause zogen die Geisenfeld Highlanders wieder durch die Halle und auf die Bühne, wobei Timothy Ellyson einiges über die Kilts (Röcke) der Highlander verriet, dass zum Beispiel so ein Kilt eine Stofflänge von 8 yard hat (ca. 7,30 m) und damit sehr teuer sei. Er beantwortete dann auch gleich die Frage, was die Schotten denn unter dem Kilt tragen mit der Feststellung, dass er ja auch nicht die Männer nach ihren Unterhosen frage – er könne nur so viel sagen, dass der Kilt sehr teuer sei, die Unterhosen nichts kosten. Damit hatte er natürlich die Lacher auf seiner Seite. Mit dem Stück „Amazing Grace“ und „Muss i denn… zum Städele hinaus“ traten sie wieder den Rückzug an und überließen den Celtic Troubadours wieder die Bühne, die mit Csilla Egyed einen weiteren Gast bekamen. Csilla leitet die Celtica Irish Dance Academy in Ingolstadt, der ersten und einzigen in der Region. Zur Musik der Troubadours zeigte sie gekonnt Stepptanz der irischen Art, so wie viele es auch von den großen irischen Tanzshows kennen; leider war sie ohne ihre Mädels, die andere Termine hatten, aber das tat ihrem Können auf der Bühne keinerlei Abbruch. Damit sie zwischendurch auch mal durchschnaufen konnte, gaben ihr die Musiker immer wieder ein Musikstück zur Erholung. Dafür nutzten Gäste die Möglichkeit, selber für einen kleinen Rundtanz.

 


Der Abend war wieder mal ein großer Erfolg für Kulturreferentin Henriette Staudter, die sich nach einigen italienischen Abenden entschlossen hatte, sich einmal im Norden Europas nach Musik für die Pfingstveranstaltung umzuschauen. Die Gäste waren vom Abend begeistert und spendeten den Musikern immer wieder kräftigen Applaus, so dass sie ohne Zugaben nicht von der Bühne kamen.


 

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