Faschingsnarren „verstümmeln“ Tierisch-GUT-Kunstwerke

Faschingsnarren verstümmeln Tierisch-GUT-Kunstwerke

Pfaffenhofen/Münchsmünster/Vohburg

 

Faschingsnarren, im wahrsten Sinne des Wortes, haben heuer im nördlichen Landkreis kräftig über die Stränge geschlagen. Die Leidtragenden waren zwei der gerade bei Kindern so beliebten Schweine-Kunstwerke der Tierisch-GUT-Aktion der Sparkasse Pfaffenhofen in Vohburg und Münchsmünster. Sie wurden von unbekannten Vandalen mutwillig verstümmelt und mussten deshalb jetzt demontiert werden.


Bereits vor ein paar Wochen war das zweite der von örtlichen Künstlern gestalteten, bunt bemalten Schweine namens „Bayerische Berta“ mit einer „klaffenden Wunde“ im Rücken abgebaut worden. Unbekannte waren wohl auf Berta zu heftig herum geklettert und getrampelt. Jetzt wurde auch noch die „Supersau“ beschädigt: Sie verlor im Faschingstrubel beide Ohren. Der Vohburger Stadtplatz, den nun keine Kunstwerke mehr schmücken, ist somit wieder ein Stück kahler und um zwei schöne Farbtupfer ärmer geworden.


Wo vorher die Kunstwerke standen, zeugen nur noch zwei Schilder vom Vandalismus, dem sie zum Opfer gefallen sind. Nicht besser ist es dem im kosmischen Blau glänzenden Kunstschwein namens „Cosmic Claire“ ergangen, das vor der Sparkassen-Geschäftsstelle in Münchsmünster aufgestellt war. Auch ihm schlugen unbekannte Narren an den Faschingstagen beide Ohren ab.


Die Sparkassen-Verantwortlichen bedauern es sehr, dass die künstlerische Bereicherung des Vohburger Stadtplatzes und des Münchsmünsterer Ortzentrums so kurzlebig war. „Vor allem in Hinblick auf die Arbeitsleistung der Künstler, die viel Herzblut in die Gestaltung der Schweine gesteckt haben, ist das zerstörerische Verhalten mancher unverständlich“, so Birgit Distler, die Verantwortliche für die Kunstaktion der Sparkasse Pfaffenhofen.


Ob die tierischen Kunstwerke zu reparieren und noch zu retten sind, muss erst noch geklärt werden. Sie wurden zunächst einmal in der Sparkassen-Hauptstelle in Pfaffenhofen vor weiteren Übergriffen in Sicherheit gebracht. Birgit Distler: „Wir werden es uns auf jeden Fall gut überlegen, ob wir in Vohburg und Münchsmünster im öffentlichen Raum noch einmal Schweine-Kunstwerke aufstellen.“
 

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