Freie Wähler im Wahlkampfmodus

Freie Wähler im Wahlkampfmodus

Rohrbach

Rohrbach, 17.07.2018 (rt).

 

Die Kandidaten der Freien Wähler für die Bezirks- und Landtagswahl stellten sich gestern bei deren  Kreisversammlung im Rohrbacher Alten Wirt vor. Dabei ging es vor allem um das Thema Krankenhaus aber auch die Zusammenarbeit mit der CSU.   

 

Als eine tolle Geschichte bezeichnete Freie Wähler-Kreischef und Landtagskandidat Albert Gürtner in seinem kurzen Rückblick auf vergangene Engagements der Partei die Aktivitäten zur Abschaffung der Straßenausbau-Beitragssatzung. Neues Ziel sei für die kommende Landtagswahl die Entlastung von Familien die Abschaffung der Kita-Gebühren. Gürtner stellte der CSU dann ein schlechtes Zeugnis aus und bemerkte, dass die CSU „ in Grabenkämpfe“ verstrickt sei und das Christliche und Soziale verloren habe. Das stehe nun für Unruhestiftung und Unheil. Die Freien Wähler wollen eine Politik des Mittelstandes und damit auch Wohnraum für Normalversdiener wieder erschwinglich machen. Dazu gehöre laut Gürtner unter anderem Brandschutzauflagen, Wärmedämm-Vorschriften sozusagen zu entrümpeln, kurze Genehmigungsverfahren und Steuern und Gebühren senken.  
 

Als sanierungsfähig mit einer Bausubstanz die in Ordnung sei bezeichnete Kreistags-Fraktionssprecher Max Hechinger die llmtalklinik, deren Aufsichtsrat er angehört. Man sei „auf Kurs“ und habe die richtigen Entscheidungen getroffen. Traurig stimme ihn, dass Landrat Wolf den zweiten Geschäftsführer der Klinik ins Landratsamt holen wolle. Der Dritte Landrat Josef Finkenzeller warnte, dass in den kommenden Jahren „immense Aufgaben auf den Landkreis warten.“ Die Kreisumlage in Höhe von 45 Prozent halte er für angemessen, eine Reduzierung sei seiner Ansicht nach bei den bevorstehenden Ausgaben nicht in Ordnung. Den vom ehemaligen CSU-Landrat Rudi Engelhard angestoßenen Sparkurs lobte er und bemerkte, dass man ohne diesen Kurs heute nicht so gut dastehen würde. Allerdings halte er die derzeitige Kooperation der Freien Wähler mit der CSU nicht für optimal. Grund sei die mangelhafte Kommunikation. Von der Personalie Degen, der als einer der Ilmtalklinik-Geschäftsführer künftig Landrat Martin Wolf (CSU) als persönlicher Referent zur Seite stehen soll, habe man beispielsweise erst aus der Zeitung erfahren und sei damit vor vollendete Tatsachen gestellt worden.   
 

Bezirkstags-Kandidat Rudolf Koppold bemerkte, dass er sehr viel Wert auf Heimatpflege lege, worum sich der Bezirkstag neben vielfältigen Leistungen als überörtlicher Sozialhilfeträger ebenfalls kümmern würde. Aber auch Ausgaben wie etwa jene für Kirchensanierungen beträfen, wenn auch nur zu einem geringen Prozentsatz, den Haushalt des Kommunalparlaments. 
 

Der Neuburg-Schrobenhausener Landrat Roland Weigert warb vor dem Parteimitgliedern überzeugend für sich als Landtags-Listenkandidat. Die Sprache kam dabeii auch auf das Kreiskrankenhaus in Schrobenhausen.  Das bezeichnete er als „hochspannendes und mit Abstand schwierigste Projekt“, das jedoch nicht isoliert zu betrachten sei. Eine Kooperation mit der Ilmtalklinik kann er sich nämlich unter gewissen Aspekten vorstellen.  Dabei müsse es sich nicht um Fusionen oder Kooperationen mit irgendwelchen strukturellen Voraussetzungen handeln. Auf einfachster vertraglicher Form oder Ebene könne man Kooperationen zwischen den Krankenhäusern auf den Weg bringen. Entscheidend sei ein abgestimmtes Konzept der medizinischen Versorgung für die Bevölkerung, mit dem die Krankenhäuser erfolgreich in die Zukunft gehen könnten. Als Schrobenhausener Stärke sehe er die Geriatrie. „Wir wollen dieses Themenfeld ausbauen. Da würden wir gerne mit Pfaffenhofen in irgendeiner Art und Weise kooperieren.“ Die Pfaffenhofener Klinik müsste dann sagen, was sie sich vorstellen könnten. 
 

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