Polizei warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter

Polizei warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter

Reichertshofen / Geisenfeld

Reichertshofen / Geisenfeld, 28.02.2018 (hal/rt).

 

In Geisenfeld und Reichertshofen kam es gestern jeweils zu einem Anruf einer Person, die vorgab Polizist zu sein. Deswegen warnen die Beamten der Polizeiinspektion Geisenfeld jetzt davor, auf derartige Anrufe hereinzufallen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Täter in nächster Zeit erneut auftreten.

Im ersten Fall meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter bei einer 79-jährigen Rentnerin aus Geisenfeld. Der Anrufer gab nach Schilderung der Inspektionsbeamten vor, dass gegen die Frau ein Ermittlungsverfahren laufe und sie vom Polizei-Einsatzleiter in Kürze einen weiteren Anruf erhalten werde. Tatsächlich meldete sich kurz darauf ein angeblicher Beamter vom Bundeskriminalamt und erklärte ihr, dass sie abgeholt werden würde, um in der Türkei eingesperrt zu werden. Die Haft könne sie mit Überweisung eines fünfstelligen Eurobetrags abwenden.

Im zweiten Fall erhielt eine 71-jährige Rentnerin aus Reichertshofen einen Anruf von „angeblichen Polizeibeamten“. Ihr wurde gesagt, dass nach Festnahme eines Täters bei diesem ein Notizbuch mit ihrer Adresse aufgefunden worden sei. Offensichtlich wollte der Anrufer im weiteren Verlauf Informationen über zu Hause aufbewahrtes Geld erlangen.

In beiden Fällen schöpften die potenziellen Opfer rechtzeitig Verdacht und brachen die Telefonate ab oder vertrauten sich Angehörigen an. Auch wurde bei den jeweiligen Anrufen entweder die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle oder die Notrufnummer 110 übermittelt und im Display der Telefone angezeigt.

Um nicht Opfer einer solchen Betrugsmasche zu werden, rät die Polizei zu folgendem Verhalten:
- Seien Sie grundsätzlich misstrauisch und legen bei derartigen Anrufen sofort wieder auf.
- Geben Sie gegenüber den Anrufern keinerlei Informationen zu persönlichen Daten und Aufbewahrung von Wertgegenständen oder Bargeld.
- Die Polizei ruft niemals unter der 110 an. Durch Manipulation kann auch die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle am Display des Angerufenen angezeigt werden und ist daher kein Hinweis auf die „echte Polizei“.
- Gehen Sie niemals auf Forderungen der Anrufer ein und überweisen Sie keine Geldbeträge oder geben Bargeld an Personen heraus.
- Im Zweifelfall wenden sie sich persönlich oder durch einen Anruf an die für Sie zuständige Polizeidienststelle. In eiligen Fällen auch an den Notruf 110.
- Vertrauen Sie sich Ihren Angehörigen oder Freunden an.
 

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