Der neue Hopfenthron

Der neue Hopfenthron

Wolnzach

Wolnzach, 09.08.2017 (hr).

Der alte wirkte schon etwas in die Jahre gekommen. Man konnte die Spuren der unzähligen Wahlabende deutlich erkennen. Zeit, den in die Jahre gekommenen Thron einmal von Grund weg zu erneuern.

Noch ruht er im Atelier von Natalie Ponsont. Die Wolnzacher Künstlerin hat den neuen Hopfenthron gestaltet. "Natürlich ist es für ich etwas ganz Besonderes", erklärt die gebürtige Französin, die vor 14 Jahren nach Wolnzach kam und hier ihre neue Heimat gefunden hat. Mit dem Volksfest verbindet sie zahlreiche schöne ja fast unvergessliche Erinnerungen, so musste sie auch nicht zwei Mal überlegen und hat gerne zu Bleistift und Pinsel gegriffen. "Jetzt den Hopfenthron zu gestalten ist eine besondere Ehre", erklärt sie.

Damit aber Natalie Ponsot die Pinsel schwingen konnte, war zuvor der Wolnzacher Bauhof gefordert, denn der neue Thron musste erst gezimmert werden. "Es ist ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann", so Bürgermeister Jens Machold, der gespannt ist, wer in wenigen Tagen auf dem neuen Thron zur neuen Hallertauer Hopfenkönigin gekrönt wird.

Zwar ist bereits sicher, dass es eine neue Königin geben wird, denn mit Theresa Zieglmeier und Katharina Schinagl haben bereits zwei Bewerberinnen ihren Hut in den Ring ums Rennen um den Hopfenthron geworfen. Doch dabei scheint es im Moment auch zu bleiben. Eine dritte Kandidatin aktuell ist nicht in Sicht. Wie Julia Merkle seitens des Marktes Wolnzach bestätigte, gibt es bislang keine weitere Bewerberin. So könnte aus dem Dreigestirn in diesem Jahr erstmals ein Duo werden. Ein Grund, warum es in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden ist, Kandidatinnen zu finden, ist der Mythos der unzähligen Termine. Zahlen von bis zu 160 Auftritten machen die Runde und die Mädels fragen sich zurecht, ist das neben Beruf oder Studium überhaupt zu schaffen. Adi Schapfl relativiert das jedoch deutlich. "Wir vom Verband haben nur rund 25 Termine übers ganze Jahr", erklärt der Präsident der Hallertauer Hopfenpflanzer. Dass es am Ende meist deutlich mehr werden, das hat für den Landwirt einen ganz einfachen Grund: "Den Mädels macht es einfach unbandig viel Spaß und sie gerne unterwegs und repräsentieren unser grünes Gold."

 

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