Zu stark: Wolnzach unterliegt Goldbach

Zu stark: Wolnzach unterliegt Goldbach

Wolnzach/Pfaffenhofen

Wolnzach/Pfaffenhofen, 12.03.2018 (hr).

Valerian Zenk im Zweikampf mit Luan Pereira

Natürlich hätten sich die Fans einen weiteren Sieg der Wolnzacher gewünscht, aber am Ende waren die Tabellenführer aus Goldbach für das Team von Coach Michael Urban, das auf vier Stammspieler verzichten musste, eine Nummer zu stark. Mit 70:85 (25:23; 36:43; 54:63) mussten sich die Wolnzacher Basketballer dem Spitzenreiter geschlagen geben.

Es war das Spitzenspiel des Spieltages: Wolnzach auf Platz vier forderte die Jungs aus Goldbach. Im Hinspiel hatten die Hessen die Nase mit 76:57 vorn. Auch hier mussten die Hallertauer auf wichtige Stammspieler verzichten. Mit einem deutlich stärkeren Kader in der Rückrunde und dem Selbstbewusstsein der gewonnenen Spiele, durften so einige doch mit einem kleinen Wunder gegen Goldbach geliebäugelt haben.

Luan Pereira beim Korbleger, der Pointguard erzielte 30 Punkte im gesamten Spiel

Doch schon bevor, die die Schiedsrichter, das Spiel anpfiffen, war klar: Es würde mehr als schwer werden. Mit Johannes Wießnet, Tobias Ziehe, Ole Alsen und Tobias Fuchs fehlten gleich vier Stammspieler, die es erst einmal zu ersetzen galt. Die Gäste hingegen konnten mit Luan Pereira und Tadas Jagela zwei der besten Werfer der Liga aufbieten. Somit schien das Spiel auf Seiten der Wolnzacher unter keinem guten Stern zu stehen, zumal man auch vom heimischen „Woiza Garden“ nach Pfaffenhofen ausweichen musste. Doch zumindest in den ersten Minuten überrollten die Jungs um Kapitän Lukas Kappelmeier die Gäste aus Hessen förmlich. Nach gespielten fünf Minuten zeigte die Anzeigentafel 17:7 – ein Stand, der die Wolnzacher vielleicht ein wenig träumen ließ.

In der Folge aber erhöhte Goldbach um Pointguard Luan Pereira deutlich das Tempo. Dabei zeigte sich, dass der quirlige Brasilianer für Wolnzachs Defensivabteilung eine Nummer zu groß war. Immer wieder gelang es ihm sich fast schon mühelos durch die Abwehr zu dribbeln und dabei Punkte zu erzielen. Lag man nach gespielten zehn Minuten von mit 25:23 in Führung, zeigte die Anzeigentafel zu Pause schon einen Sieben-Punkte-Rückstand (36:43).

Valerian Zenk mit zwei Punkten für Wolnzach

Normalerweise sind sieben Punkte im Basketball kaum mehr als ein Wimpernschlag. Man könnte also meinen, bei so einem knappen Spielstand würde sich in der zweiten Hälfte ein spannendes Spiel entwickeln. Doch die Klasse der Goldbacher ließ diese Spannung gar nicht erst aufkommen. Auch im dritten Viertel dominierten sie das Spiel, forcierten das Tempo fast nach Belieben und waren teilweise nur mit Fouls zu stoppen. „Es ist einfach eine wirklich gute Truppe“, so Pointguard Lukas Kappelmeier. Auch er hatte gegen die Jungs das eine oder andere Mal das Nachsehen. Zwar konnte die Wonlnazch das dritte Viertel ausgeglichen gestalten, dennoch näher ran kamen sie nicht. Auf 54:63 wuchs der Rückstand um zwei Punkte an. Im Schlussabschnitt konnten die Wolnzacher das Ruder ebenfalls nicht mehr rumreißen – im Gegenteil, während sich bei den Hallertauern die eine oder andere Unkonzentriertheit bemerkbar machte, lief das Goldbacher Uhrwerk wie geschmiert. Am Ende waren es 15 Punkte Unterschied (70:85).

Filip Schinhammmer beim Dreier, im im ersten Viertel traf er sie

Insgesamt war es keine schlechte Leistung der Jungs um Coach Michael Urban. Phasenweise konnten sie den Goldbacher auch Paroli bieten. Vor allem die lange Liste der Verletzten machte sich am Ende bemerkbar. Zu oft fehlte in den entscheiden Phasen eine gute Anspielstation unter dem Korb. Dennoch, die Leistung, die das Team um Valerian Zenk und Ole Alsen, Peter Maischak und Co. bislang erbracht haben kann sich mehr als nur sehen lassen. Als Aufsteiger belegen die Wolnzacher aktuell den fünften Platz in der Regionalliga und können damit mehr als nur zufrieden sein, das sieht auch Trainer Mike Urban so: „Mit den Widrigkeiten, mit denen wir zu kämpfen hatten, ist das eine starke Leistung.“

 

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