Sicherheitsdienst bringt sich vor Migranten in Sicherheit

Sicherheitsdienst bringt sich vor Migranten in Sicherheit

Oberstimm

Oberstimm, 10.01.2018 (hal/rt).

 

Zu einem erneuten handgreiflichen Zwischenfall, bei dem sich selbst die Sicherheitsleute in Sicherheit bringen mussten, ist es im Oberstimmer Transit-Zentrum für Migranten gekommen. Es gab bei einem Tumult mehrere Verletzte. Ein großes Polizeiaufgebot verhinderte Schlimmeres.

Wie es von der Polizei heißt, betrieb eine 21-jährige Asylbewerberin aus Nigeria am gestrigen Nachmittag gegen 16 Uhr verbotenerweise eine Herdplatte, woraufhin es zu einem Feueralarm kam. Wohl weil der Sicherheitsdienst ihr das Gerät wegnehmen wollte, geriet die Lage außer Kontrolle. Die Nigerianerin habe nach ersten Erkenntnissen mit ihren Händen und einem Wasserkocher nach den Security-Leuten geschlagen.

„Aufgrund der Schreie der Asylbewerberin eilte eine Vielzahl von weiteren Asylbewerbern herbei, sodass sich die Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts zunächst im Zimmer verschanzen mussten“, heißt es im Bericht der Polizei. Insgesamt seien 50 Asylbewerber an den Zwischenfall vor Ort beteiligt gewesen. 

Mehrere Streifenwagenbesatzungen mit insgesamt rund 20 Beamten konnten eine weitere Eskalation der Lage verhindern. Die Nigerianerin soll durch einen Schlag in den Bauch bei dem Tumult verletzt worden und daraufhin zur Beobachtung in ein Krankenhaus gekommen sein. Auch einige Sicherheits-Mitarbeiter sollen leichte Verletzungen davongetragen haben.

Aus Gründen des Brandschutzes sei der Betrieb von Herdplatten in der Unterkunft grundsätzlich nicht gestattet, heißt es von der Polizei. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern derzeit noch an.

Erst Ende November des vergagenen Jahres war es zu einem Tumult mit mehreren Verletzten in dem Zentrum gekommen (Unsere Zeitung berichtete) bei dem sich ebenfalls Sicherheitsleute und Mitarbeiter des Pfaffenhofener Landratsamts verbarrikadierten, weil sie von Asylbewerbern bedroht worden waren. Die Ausschreitungen forderten auch damals mehrere verletzte Menschen.

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