Einbrechern den Kampf angesagt

Einbrechern den Kampf angesagt

Manching

Manching, 09.03.2017 (rt).

 

Seit heute gibt es bis kommenden Samstag länderübergreifende Fahndungs- und Kontrollaktionen der Polizei. Sie richten sich insbesondere gegen Wohnungseinbrecher. Eine dieser Kontrollstellen war bis zum Abend an der B16 bei Manching. Mit dabei waren hochrangige Ordnungshüter.

Als einen „erfolgreichen Kampf gegen Wohnungseinbrecher“ konnte die Polizei der Länder Bayern und Baden-Württemberg ganz aktuell die Festnahme einer Einbrecherbande aus Serbien verbuchen. Die Ermittlungsgruppe „Feuersee“ brachte eine zweiköpfige Einbrecherbande hinter Gitter. Nach derzeitigem Stand stehen die beiden Beschuldigten in Verdacht, mehr als 50 Wohnungseinbrüche begangen zu haben. Der hierbei entstandene Beuteschaden wird auf mehr als 160.000 Euro geschätzt. Für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und die Polizeiführung ist der gemeinsame Ermittlungserfolg ein Beleg, wie wichtig die länderübergreifende Zusammenarbeit gegen internationale Einbrecherbanden ist. Die Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität wurde von Herrmann und seinen Ministerkollegen am Rande der Innenministerkonferenz im Juni 2016 unterzeichnet. Kern der Vereinbarung ist ein Acht-Punkte-Programm, das insbesondere einen schnelleren und besseren Informationsaustausch, eine stärkere gemeinsame Täterfahndung sowie eine noch intensivere Zusammenarbeit bei konkreten Ermittlungsverfahren und in der Prävention vorsieht.

 

 

Schwerpunktmäßig heute und die kommenden zwei Tage sind deshalb in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sind insbesondere reisende Tätergruppen auf überregionalen Verkehrswegen im Blickfeld der Beamten. „Wir bauen damit auch einen gewissen Fahndungsdruck auf und zeigen Präsenz“, sagte Günther Gietl, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Der länderübergreifende Ansatz sei richtig und wichtig, ergänzte Thomas Hampel, Inspekteur der Bayerischen Polizei im Innenministerium. „Die Täter sind oft 300 bis 400 Kilometer unterwegs, um an die oftmals zuvor von anderen ausgespähten Objekte zu kommen.“ Die Täter seien in sehr vielen Fällen überregional tätig.

 

Ranghohe Ordnungshüter vor Ort in Manching: Thomas Hampel (r.), Inspekteur der Bayerischen Polizei im Innenministerium, und Günther Gietl, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord.

 

Zwölf Beamte waren am Parkplatz südlich von Manching an der B16 vier Stunden bis zum Abend im Einsatz. Herausgewunken aus dem fließenden Verkehr wurden vorzugsweise Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen, Transporter jeglicher Art oder auch Mietfahrzeuge. In einem Kommandowagen stand unter anderem ein Dokumentenprüfer bereit, um die Ausweispapiere der angehaltenen Fahrer und Mitfahrer auf Fälschungen hin zu untersuchen. Gleichzeitig meldet das System, wenn eine Person etwa zur Fahndung ausgeschrieben ist. Die Fahnder achten bei ihren Kontrollen aber auch auf Hinweise, die den Verdacht auf Kraftfahrzeugdiebstahl oder etwa Rauschgiftkriminalität begründen. Unabhängig von den Kontrollstellen seien aber auch Zivilfahnder unterwegs, insbesondere zu nächtlicher Zeit, um den Wohnungseinbrechern das Leben schwer zu machen, wie ein Polizeisprecher sagte.

 

 

Koordiniert werden die länderübergreifenden Schwerpunktkontrollen von den jeweiligen Landeskriminalämtern. Auf bayerischer Seite führen alle Polizeipräsidien entsprechende Kontrollaktionen durch, auch mit Unterstützung durch die Bayerische Bereitschaftspolizei. Die Schwerpunktaktion wird es im kommenden Herbst wieder geben.

 


 

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