Brachvögel sind wieder da

Brachvögel sind wieder da

Freinhausen

Freinhausen, 27.03.2018 (hal/rt).

Brachvogelweibchen im Paartal. Foto: Josef Buchberger
 

Mit Beginn des Frühlings sind auch die Großen Brachvogel wieder in ihre angestammten Feuchtwiesen und Brutreviere ins Paartal zurückgekehrt. Mit seinem hellen, weithin vernehmbaren Flötentriller markiert der Vogel mit dem Beginn der Brutsaison den Anspruch auf sein Revier. Auch der Kiebitz ist wieder zu sehen und sucht sich seinen Lebensraum für die Nachwuchspflege.

„Wiesenbrüter wie der Große Brachvogel, Kiebitz, Braunkehlchen, Wiesenpieper, Bekassine und Grauammer sind auf offene, feuchte Flächen als Lebensraum angewiesen“, so Anita Engelniederhammer, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt.

Der Fortbestand dieser Tiere ist gefährdet, weil sie durch vielfältige Einflüsse während der Brutzeit gestört sind. Dies kann die intensiver werdende landwirtschaftliche Nutzung ebenso sein wie ein rücksichtsloses Freizeitverhalten von Spaziergängern. „Nur wenn eine absolute Bearbeitungspause auf den Wiesen eingehalten wird, ist der Erfolg für das Erstgelege, das Schlüpfen und Aufwachsen der Jungvögel möglich“, sagt Engelniederhammer. Neben dem Erhalt und der Entwicklung von feuchtem Extensiv-Grünland helfe auch die an die Lebensraumansprüche der Wiesenbrüter angepasste landwirtschaftliche Nutzung.

Landwirte könnten auf der Basis des Vertragsnaturschutzprogramms helfen, die Situation der Wiesenbrüter zu verbessern. Entschädigt werden die Bewirtschaftungsruhe ab dem 15. März sowie die erste Mahd ab dem 15. Juni und der Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel. Weitere Infos dazu erteilt Anita Engelniederhammer unter der Rufnummer 08441 / 27-316.

„Wer sich in Wiesenbrütergebieten als Wanderer, Radfahrer/Biker oder Reiter an das Wegegebot hält und Hunde an der Leine führt, hilft mit, dass die Vögel bei der Aufzucht nicht gestört werden. Wir alle haben eine Mitverantwortung für den Bruterfolg der gefährdeten Vögel und können durch unser Verhalten den Bestand der Wiesenbrüter sichern“, so die Naturschutzexpertin.
 

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