Übungen an neuer Feuerwehr-Drehleiter kurz vor dem Ende

Übungen an neuer Feuerwehr-Drehleiter kurz vor dem Ende

Reichertshofen

Reichertshofen, 01.06.2017 (rt).

Die neue Feuerwehr-Drehleiter wurde gestrigen Abend an der Grundschule in Reichertshofen getestet.

 

In Kürze wird die neue Drehleiter der Reichertshofener Feuerwehr in Dienst genommen. Insgesamt acht Instruktoren haben 18 sogenannte Drehleiter-Maschinisten aber auch Atemschutzträger rund um die Technik und Ausstattung des 285 PS starken Spezialfahrzeuges geschult. 

Die Drehleiter vom Typ DLA(K) 23/12 ersetzt voraussichtlich in zwei Wochen bisherige Drehleiter aus Japan, die bereits 32 Jahre auf dem Buckel hat und nach Möglichkeit verkauft werden soll. Gleich nachdem die Drehleiter aus dem Karlsruher Rosenbauer-Werk abgeholt wurde (Unsere Zeitung berichtete), haben die Schulungen von täglich drei bis vier Feuerwehrmännern für jeweils mindestens zwei Stunden begonnen und enden dieser Tage. Erste Erprobungsfahrten, wie gestern zur örtlichen Grundschule, werden ebenfalls absolviert.

 

Ein weiterer Versuchsaufbau am Rathaus scheiterte, weil eine Damen-Yogagruppe ihr Übungslager auf dem Vorplatz aufgeschlagen hatte und dort in der Abendsonne Ruhe und Entspannung suchte. Zumindest konnten die Feuerwehrler bei ihrem Rückzug das Rangieren bei engen Straßenverhältnissen üben.  

 

Das mehr als 600.000 Euro teure Fahrzeug bietet gegenüber der bisherigen Drehleiter deutlich mehr Vorteile und ist auf dem neuesten Stand der Technik. „Ein wesentlicher Unterschied zum alten Gerät ist der Gelenkarm am Korb im obersten Leiterteil“, beschreibt Kommandant Jürgen Lehner. Dieser könne stark abgewinkelt werden und sei damit in vielen schwierigen Einsatzlagen zu verwenden. Ein weiterer Vorteil ist die fest verbaute Wasserführung, die bis in den Korb der Drehleiter reicht und durch einen fernsteuerbaren Wasserwerfer ergänzt wird.

 

Sowohl im Korb oben als auch unten vom Fahrzeugstand aus aus kann die Drehleiter gesteuert werden ...

... und der Korb ist wahrhaft gelenkig.

 

Damit entfallen künftig bei der Brandbekämpfung der mühselige Aufbau eines Wenderohres und die Schlauchverlegung entlang der Leiter durch zwei Feuerwehrleute. Außerdem ist die Tragkraft des Rettungskorbs mit einer Nutzlast von 500 kg gegenüber der alten deutlich höher. Mit einer separaten Tragenhalterung können jetzt Menschen mit einem Körpergewicht bis zu 300 kg gerettet werden.

 


Zur Rettung von Menschen auch aus großer Höhe sind die Feuerwehrleute gut vorbereitet.

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