2.700 Kilometer zu Fuß

2.700 Kilometer zu Fuß

Pörnbach

Pörnbach, 03.10.2017 (rt).

Fotos (Ausschnitte): FUW / Küssel
 

Vor acht Jahren ist Peter Küssel 2.700 Kilometer zu Fuß den Jakobsweg nach Santiago de Compostela gegangen und hat sich damit einen Traum erfüllt. Wie es ihm auf dem Weg ergangen ist, das erzählte er kürzlich auf einer Veranstaltung der Pörnbacher FUW im örtlichen Sportheim, die von gut 40 Zuhörern besucht wurde.

Fünfzehn Wochen war der damals 57-jährige Ingolstädter unterwegs und sammelte bei seiner Pilgerreise neben vielen neuen Erfahrungen auch zahlreiche, teils kunstvoll gestaltete Pilgerstempel. Jene bekommt man gewöhnlich in Herbergen oder auch in Kirchen, Restaurants, Cafés und Bars am Jakobsweg. Im Pilgerbüro von Santiago de Compostela wird später der Pilgerausweis mit all seinen Stempeln, aktuell sind es etwa 1.400 aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Spanien, kontrolliert.

Küssel erzählte lebhaft und anschaulich von seinen landschaftlichen Eindrücken aber auch von Menschen, denen er auf seiner Pilgerreise begegnet ist. Beeindruckt hat ihn besonders das spanische Dorf San Nicolás in dessen Kirche er übernachtete. Dort wurde des Nachts eine Fußwaschzeremonie vollführt. Küssels Weg führte ihn am Ende seiner Reise weiter zum Cabo de Finisterre, das etwa 60 Kilometer über Santiago de Compostela hinaus als das eigentliche Ende des Jakobswegs gilt. Einem Brauch folgend, verbrannte der Ingolstädter dort bei Sonnenuntergang auf einer Klippe Hose und Hemd.

„Der Vortrag über die Stationen, die er durchlebte, und die gewonnenen Eindrücke war hervorragend aufgebaut“, lobte Bürgermeister Helmut Bergwinkel, er seinen weiteren Worten nach sehr kurzweilig gewesen.
 

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