Neues aus dem Gemeinderat Scheyern

Neues aus dem Gemeinderat Scheyern

Scheyern

Scheyern, 15.11.2017 (aem).


Auf der Tagesordnung der gestrigen Gemeinderatssitzung im Scheyrer Rathaus stand die 2. Änderung des seit März 2001 rechtsverbindlichen Bebauungsplanes Nr. 17 „An der Fürholzener Straße“ auf dem Plan.

Bereits mit Rechtskraft zum 22.02.2004 erfolgte die 1. Änderung dieses Bebauungsplanes mit der Maßgabe, dass ab einer Grundstücksgröße von 700 m² statt nur einer dann zwei Wohneinheiten möglich wurden. Um die Bebauung eines bestimmten Grundstückes zu ermöglichen, hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 12.01.2010 die 2. Änderung dieses Bebauungsplanes beschlossen. Das Änderungsverfahren wurde in der Folgezeit aber nicht durchgeführt; weil ein Eigentümerwechsel stattgefunden hatte.
Aktuell hat aber ein anderes Bauvorhaben gezeigt, dass die bisherigen Festsetzungen in der Satzung das Verhältnis des Höhenniveaus des Erdgeschossfußbodens zum natürlichen Umfeld und insbesondere zur Hangseite hin missverständlich ausgelegt werden können. Dies hat zuweilen erhebliche Geländeabgrabungen notwendig gemacht. Der Gemeinderat beschloss daher auf Anregung der Verwaltung, die im Jahr 2010 per Beschluss auf den Weg gebrachte 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 17 aufzuheben, um im nächsten Schritt gleich die „neue“ 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 17 „An der Fürholzener Straße“ zu beschließen. Dabei soll nun die vorgenannte Korrektur der Höhenangaben vorgenommen werden.
Den Auftrag erhält jetzt nach einstimmigem Beschluss das Pfaffenhofener Büro WipflerPLAN, welches bereits den ursprünglichen Bebauungsplan erarbeitet hatte und auch die 1. Änderung erstellte.
„Die Kosten dieses Änderungsverfahrens trägt die Gemeinde Scheyern, denn es ist in unserem eigenen Interesse, dass die Festsetzungen des Bebauungsplanes eindeutig und klar definiert sind“ meinte Erster Bürgermeister Manfred Sterz (FW).


Ein weiterer Punkt war die Standortfrage des Rettungswagens, der derzeit in der Ilmtalklinik stationiert ist. In der letzten Verbandsversammlung des „Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehr-Alarmierung“ in Ingolstadt waren die Bürgermeister der südlichen Gemeinden (Scheyern, Reichertshausen, Gerolsbach und Jetzendorf) mit an Bord, weil bei den so genannten „weißen Flecken“ im Landkreisgebiet die vorgeschriebenen 12 Minuten, welche ein Rettungswagen von der Alarmierung bis zum Eintreffen brauchen sollte, nicht ausreichen. Dies betrifft Teilbereiche der Gemeinde Scheyern wie z.B. Durchschlacht oder Alberzell (Gerolsbach). Bis zum nächsten Treffen der Verbandsversammlung in Ingolstadt am 6.12.2017 könnte Scheyern einen perfekten Standort für diesen Rettungswagen präsentieren. Denn nach Rücksprache mit den Vorständen der Scheyrer Feuerwehr könnte ein idealer Standort bereit gestellt werden. Dieser Standort wäre auf dem Scheyrer Bauhofgelände in der Fahrzeughalle der Feuerwehr. Der derzeit dort stationierte Mannschaftstransportwagen würde seinen künftigen Standort in der selbst gebauten Halle haben und dann wäre in der Fahrzeughalle Platz für den Rettungswagen. Dieser Standort sei ideal, weil er einen direkten Anschluss an die Werkstatt, das Büro und die Küche habe. „Die Standortsuche ist dank Kooperation der Scheyrer Feuerwehr schnell gefunden gewesen“, so Manfred Sterz. Des weiteren sei dieser Standort in der Plöckinger Straße 6 gerade prädestiniert, was die Straßenlage anbelangt. Direkt an der Staatsstraße 2084, nur wenige hundert Meter zur Kreisstraße 3 Richtung Jetzendorf, Kreisstraße 32 Richtung Steinkirchen und der Kreisstraße 8 Scheyern-Singern-Gerolsbach. „Wir gehen also mit einem perfekten Standort für den Rettungwagen in die Verbandsversammlung am 6. Dezember“, so Sterz.

Der Euernbacher Ortssprecher Xaver Ostermeier gab noch einen Termin bekannt: Am Samstag, 9. Dezember 2017 findet ab 16 Uhr im Euernbacher Pfarrinnenhof der „Adventszauber“, organisiert von der Euernbacher Dorfgemeinschaft, statt.

Zum Schluss sprach Manfred Sterz noch die prekäre Wohnsituation im Fernhager Albrechtring an. Dort wohnen seit etwa 1 ½ Jahren in einem heruntergekommenen Haus stets etwa 30 osteuropäische Bauarbeiter, die einer 6-Tage-Woche nachgehen. Frühmorgens um 5 Uhr werden diese laut hupend von Baustellenfahrzeugen aufgeladen und spätabends wieder abgeliefert. Der Lärmpegel sowie die Verschmutzung brachte die erbosten Anwohner auf die Barrikaden. „Was können wir tun? Was soll der Gemeinderat tun?“ fragte Sterz in die Runde. Aber außer Achselzucken war aus den Reihen der Gemeinderatsmitglieder nicht viel zu vernehmen.

Jedoch wird diese Thematik mit Sicherheit bei der morgigen Bürgerversammlung im Saal der Klosterschänke Scheyern die Gemüter der Anwohner erneut hochkochen lassen.

 


 

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