Neues aus dem Rathaus Scheyern - Teil 1

Neues aus dem Rathaus Scheyern - Teil 1

Scheyern

Scheyern, 15.03.2018 (aem).



 

In der Februar-Sitzung des Scheyrer Gemeinderates wurde das Thema Umgestaltung Schyrenplatz behandelt. Nun, in der März-Sitzung, stellte sich folgendes heraus:


Für die Neugestaltung des Schyrenplatzes wurden zwei (Vorentwurfs-) Varianten durch die Landschaftsarchitekten Grabner / Huber / Lipp aus Freising erarbeitet. Bei der Variante 1 würde die Straßenführung bei gleichbleibender Breite leicht geschwungen verlaufen; die Ampelüberquerung würde bestehen bleiben. Bei der Variante 2 würde die bisherige Trasse beibehalten und die Straße mit einer Überquerungshilfe verbreitert werden.
Bei einer gemeinsamen Besprechung mit allen Beteiligten (Benediktinerabtei, Landkreis Pfaffenhofen, Städtebauförderung) wurde die Variante 2 besprochen und favorisiert. Bezüglich der Verkehrsführung ist bei der weiteren Planung allerdings ein Verkehrsplaner hinzu zuziehen. (u.A. wegen der Zufahrt Kloster / Scherrerweg, Aufstellfläche Überquerungshilfe etc.). Etwaige Änderungen können sich daher noch ergeben.
Gemäß vorläufiger Kostenschätzung der Landschaftsarchitekten Grabner / Huber / Lipp betragen die Baukosten der Variante 2 rund 565.000 Euro. Hinzu kommen die Planungskosten, die Kosten ggf. einer Höhenmessung sowie eines Verkehrsplaners. Seitens der Städtebauförderung wurde vorab bereits signalisiert, dass diese Maßnahme förderfähig sei. Entsprechende Anträge sind verwaltungsseitig zu stellen.

Bereits bei dem Architektenwettbewerb „Neue Ortsmitte Scheyern mit Sanierung ehem. Waldbauernschule und Neubau Rathaus“ beinhaltete der Schyrenplatz sowie die fußläufige Verbindung zur neuen Ortsmitte den Ideenteil. Angestrebt wird eine einheitliche Gestaltung/Materialität des Schyrenplatzes, des Fußweges und der Ortsmitte sowie die Stärkung der räumlichen Wahrnehmung der Verbindung zwischen Kloster und Ortsmitte.

Bürgermeister Sterz erläuterte hierzu weiterhin: „Im Laufe der letzten Tage hat sich die Regierung von Oberbayern bezüglich des Städtebauförderungsprogrammes gemeldet und die haben jetzt das Thema in der Auslobung. Wir wären nun verpflichtet, mindestens drei weitere Angebote einzuholen. Die Kernaussage war und ist nach wie vor, dass die Städtebauförderung nur dann mit einsteigt, wenn das ganze Areal städtebaulich aufgewertet wird. Wir sprechen hier über den Schyrenplatz, der allseits bekannt ist, wir sprechen aber auch über die Kreisstraße 3 und wir sprechen dann auch über den Teil westlich des Areals. Das würde bedeuten, dass wir auch die Kreisstraße aufwerten. Es ist jetzt Thema, ob der Schyrenplatz als Bauabschnitt vorgezogen werden kann – bezüglich der 900-Jahr-Feier des Benediktinerabtei im Jahr 2019. Können wir das bewerkstelligen? Zumal der Landkreis nur mitspielt, wenn ein verkehrstechnisches Gutachten erstellt wird. Es stellt sich also die Frage, ob sich die Aufwertung des gesamten Areals, die Kosten, die dadurch verursacht werden, die Investition, dass man den Schyrenplatz als Platz, also als wirklichen Aufenthaltsort wahrnimmt, auszahlt.
Es kommt noch hinzu, dass sich in der Kreisstraße in Kanal befindet, der dann einer Vergrößerung bedarf. Hydraulische Berechnungen haben ergeben, dass der Kanal zu knapp bemessen ist. Der Untergrund müsste dann erst einmal auf den neuesten Stand gebracht werden. Dieser Sachstand steht seit 14 Tagen fest.“

Ernüchterung war allen Räten ins Gesicht geschrieben. Während die einen einfach nur stumm den Kopf schüttelten, schnaubten andere leicht auf.

Pater Lukas (CSU) ergriff als erster das Wort: „Das Gespräch mit dem Landkreis, der Gemeinde, der Städtebauförderung war eh ernüchternd aufgrund der Tatsache, dass einige Gutachten erst erstellt werden müssten. Und Gutachten kosten Geld. Über den Daumen gepeilt ziehen wir hier eine halbe Million in Betracht und dann kommen noch die Gutachterkosten hinzu. Meiner Meinung nach sollte man einfach nur den Gehweg mitmachen, weil das eh eine Einheit ist. Das Kloster könnte sehr gut damit leben, wenn bei der Straße dann einfach Schluss ist und gegenüber gar nichts gemacht wird.

Hans Herbert Mooser Wählergruppe Gemeinde Scheyern) fasste zusammen: „ Hab ich das jetzt richtig verstanden. Dadurch dass man die Städtebauförderung nicht in Anspruch nimmt, kann man das alles viel schneller bewältigen, weil man keine Ausschreibungen macht?“

Schlussendlich wurde einstimmig beschlossen: Die Verwaltung wird beauftragt, eine entsprechende Vereinbarung über die Platzsanierung des Schyrenplatzes, des Gemeindeareals, des Gehweges und der Bushaltebucht mit der Benediktinerabtei Scheyern zu treffen.

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Ein weiteres Thema brachte ebenfalls Kilian Koch als Jugendbeauftragter ein: „In jüngster Zeit seien am Jugendtreff in Scheyern die Mülltonnen abgefackelt, das Holzständer beim Vordach angezündet und Schlösser kaputt gemacht worden.“ Koch fragte an, ob man nicht in einer der nächsten Sitzung darüber entscheiden könnte, z.B. Bewegungsmelder zu installieren.

Andreas Mahl (Freie Wähler Gemeinde Scheyern) fragte an, wie es denn nun mit den Schulweghelfern ausschaue. Sterz: „Darüber habe ich mit der Grundschulrektorin, Frau Bienapfl gesprochen. Diese wird in der nächsten Elternbeiratssitzung das Thema erneut aufgreifen. Die Sache sollte fundiert und auf Dauer ausgelegt werden. Das heißt, auch in Zusammenarbeit mit der Polizei, die dann Ausbildungen für Schulweghelfer anbietet.“

 

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