Bleibt der Rettungswagen in Scheyern?

Bleibt der Rettungswagen in Scheyern?

Scheyern

Scheyern, 15.07.2018 (aem).

 

Großes Dankesfest für Probelauf Stationierung Rettungswagen im südlichen Landkreis


Seit 1. Februar 2018 ist in Scheyern ein Rettungswagen für die Dauer eines halben Jahres – also noch bis Ende Juli 2018 - stationiert. Geschäftsführer der ZRF (Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung), Günther Griesche, wollte mit diesem Fest vor allem Dank aussprechen an die Gemeinde Scheyern und natürlich an die Feuerwehr Scheyern, die kurzerhand Platz schaffen mussten für Büroräumlichkeiten der Rettungsdienstler sowie natürlich auch Platz für den Rettungswagen selbst.

 


 

Scheyerns Bürgermeister Manfred Sterz gab in seinen Worten wieder, dass er die Rettung vor Ort, bei der jede Minute zählt, am 5. Juni 2018, am 81. Geburtstag seiner Mama hautnah miterlebt hatte. Denn just an ihrem Geburtstag erlitt sie einen Schwächeanfall, so dass es ein Riesenglück war, den Rettungswagen „direkt vor der Haustür“ zu haben. Nicht minder wichtig sei die derzeitige Stationierung für die Jetzendorfer, die Gerolsbacher und aber den östlichen Teil des benachbarten Landkreises Neuburg-Schrobenhausen, wie z.B. Aresing. Durch den Standort Scheyern sei die Grenze, 20 Minuten nach Alarmierung am Unglücks-, Unfallort zu sein, gewährleistet.

 


 

Ein sehr nachdenklicher Landrat, Martin Wolf, Vorstand des ZRF, sprach von seinem Motoradunfall und wie wichtig schnelle Hilfe sei, die er ja damals vor 1 ¼ Jahren selbst bekommen habe. „Nur der schnellen notärztlichen Versorgung ist es zu verdanken, dass ich heute wieder da stehe. Die Herausforderung für mich im Gesundheits- und Rettungswesen heißt ganz klar: Wir dürfen gerade hier nicht schachern!“

 


 

Roland Weigert, Landrat des Nachbarlandkreises Neuburg-Schrobenhausen, stellvertretender Vorstand des ZRF, gab in seiner Rede zu, dass die Situation für ihn nicht einfach war. „Als Landrat Martin Wolf verunglückte, musste ich sofort für ihn beim ZRF einspringen. Auch ich fühle mich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Notfallversorgung an die tatsächlichen Lebensbedürfnisse der Menschen hier angepasst wird.“ Weigert bedankte sich unisono bei der Gemeinde Scheyern und der Feuerwehr Scheyern. Natürlich ging sein Dank auch an Günther Griesche und den Verbandsräten vom ZRL, „denn diese haben am Ende des Tages die Beschlüsse so verfasst, dass der Rettungswagen hier stationiert werden konnte“, so Weigert.

 


 

Kreisgeschäftsführer des BRK, Herbert Werner übergab dem Feuerwehrkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Scheyern, Tobias Zull, ein Präsent als kleines Dankeschön für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Zull erklärte, dass es für ihn und seine Mannschaft kein Problem gewesen sei, sein Büro zu räumen und ein halbes Jahr lang von hinten ins Haus habe gehen müssen.



 

Nicht unerwähnt werden darf hier in diesem Bericht die perfekte Bewirtung durch den Scheyrer Bauhofmitarbeiter, Wasserwart und Hobbykoch Jürgen Felber, der mit seinem Team für einen Grill-Gaumenschmaus sondergleichen sorgte.

Schlussendlich bleibt nun abzuwarten, was das INM (Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement) auswertet. Wie viele Einsätze wurden innerhalb dieser Testphase gefahren? Rentiert sich der Rettungswagen hier? Bleibt der Standort Scheyern?

 


v.l.n.r.: Roland Heß (Leiter integrierte Leitstelle), Günther Griesche (Geschäftstellenleiter ZRF), Michael Springl (Stadtbrandrat FFW Ingolstadt), Herbert Werner (Kreisgeschäftsführer BRK Pfaffenhofen), Roland Weigert (Landrat Neuburg-Schrobenhausen),Thomas Röder, Martin Wolf (Landrat Pfaffenhofen an der Ilm), Roland Maier (Wachleiter BRK Paf), Manfred Sterz (Bürgermeister Gemeinde Scheyern), Klaus Angermeier (Bürgermeister Gemeinde Aresing), Anita Blank-Burkhard (Rettungsdienstleiterin BRK Paf), Tobias Zull (Feuerwehrkommandant FFW Scheyern)

 

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