Neue Naturschutzwächter bestellt sowie langjährige verabschiedet

Neue Naturschutzwächter bestellt sowie langjährige verabschiedet

Kelheim

Kelheim, 15.12.2017 (hal/sh).

Foto: Landratsamt

 

Diese Tage bestellte Landrat Martin Neumeyer durch Aushändigung der Bestellungsurkunden die Naturschutzwacht am Landratsamt Kelheim für weitere drei Jahre. Feierlich verabschiedet wurden Ludwig Gruber und Albert Schäfer, die mehr als dreißig Jahre als Naturschutzwächter für den Landkreis Kelheim tätig waren.

Der Einsatz einer Naturschutzwacht bei der unteren Naturschutzbehörde ist in der Verordnung über die Naturschutzwacht gesetzlich verankert. Bei der Ausübung der Tätigkeit als Naturschutzwächter handelt es sich um ein Ehrenamt. Im Landkreis Kelheim werden zukünftig Jakob Behringer, Lorenz Donauer, Peter Forstner, Martin Gabriel, Franziska Jäger, Hermann Kirchner, Helmuth Meier, Hans Senft, Gerald Machnitzke, Dr. Birgit Kraus sowie Norbert Thom als Naturschutzwächter tätig sein. Sie übten diese ehrenamtliche Tätigkeit bereits in der Vergangenheit aus.

Die Angehörigen der Naturschutzwacht haben ihre fachlichen Kenntnisse durch den Besuch eines dreiteiligen Ausbildungslehrganges bei der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege mit einer anschließenden Prüfung nachgewiesen. Mit einem zeitlichen Aufwand von mindestens zehn Stunden im Monat erbringt jeder Naturschutzwächter eine wertvolle Hilfe für die Naturschutzbehörden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Als personelle Verstärkung in der Natur gestalten sie das Verhältnis der Behörde zu den Bürgerinnen und Bürgern mit, wirken durch konkrete Aufklärung,

Beratung und Information vor Ort und vermitteln allgemein Kenntnisse über die Zusammenhänge in der Natur. So trug die Beratungstätigkeit in der Vergangenheit z.B. im Bereich des Hornissenschutzes verstärkt dazu bei, unnötige Ängste der Bevölkerung vor diesen Insekten zu minimieren und das Verständnis dafür zu fördern.

Neben dem Gespräch mit den Bürgern überwachen die Naturschutzwächter jedoch auch die Einhaltung der Rechtsvorschriften und wirken mit, Verstöße zu Lasten der Natur zu verfolgen und zu ahnden. Dazu sind Mitglieder der Naturschutzwacht berechtigt, Personalien (Vor- und Zunamen, Wohnort und Wohnung, Beruf und Staatsangehörigkeit) festzustellen.

Ferner können Mitglieder der Naturschutzwacht Personen des Platzes verweisen, wenn beispielsweise durch das Betreten wertvolle Pflanzenbestände oder Brutstätten zerstört werden können. Bei Zuwiderhandlungen gegen Vorschriften des Naturschutzrechtes können die Mitglieder der Naturschutzwacht außerdem die Sicherstellung von unberechtigt entnommenem Gut verlangen.

Auch die Mithilfe bei der Kontrolle von Naturschutzauflagen in Genehmigungs-bescheiden, der Durchführung von Förderprogrammen, der Betreuung von Schutzge-bieten, der Überwachung von Naturdenkmälern und Landschaftsbestandteilen, der Er-fassung von Veränderungen in der Natur (z. B. „wilde“ Müllablagerungen) sowie bei Artenhilfsmaßnahmen gehört zum Tätigkeitsbereich eines Naturschutzwächters.

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