Geplanter 3. Nationalpark: Unterstützer melden sich zu Wort

Geplanter 3. Nationalpark: Unterstützer melden sich zu Wort

Mainburg/Kelheim

Mainburg/Kelheim, 28.01.2018 (hal/sh).

(Foto: Landratsamt: v.l.n.r. Peter-Michael Schmalz (Berater für Umweltfragen), Judith Knitl, Landrat Martin Neumeyer, Kathrin Hueber und Dr. John Mihopulos

Ein möglicher Nationalpark „Donauauen“ wird zurzeit heftig diskutiert und hat im Landkreis Kelheim bereits viele Kritiker auf den Plan gerufen. Doch es gibt durchaus auch Befürworter, die den NP3 positiv sehen. Im vergangenen Herbst fand sich eine Gruppe Hobbynaturbeobachter und –fotografen zusammen und schuf gemeinsam einen Bildband, der auf 110 Fotos einen Ausschnitt der Artenvielfalt zeigt, die im Landkreis Kelheim an der und um die Donau vorkommt.

Diesen Bildband stellten sie Anfang Januar dem Landrat Martin Neumeyer und dem Umweltberater des Landrates Peter-Michael Schmalz vor und übergaben dem Landrat ein Exemplar. Die Autoren sehen den Nationalpark als Chance: „Flussauen und besonders Auwälder sind die artenreichsten Lebensräume Mitteleuropas, echte Hot Spots der Artenvielfalt. Ein Nationalpark böte die Möglichkeit, Sünden der Vergangenheit teilweise wieder gut zu machen. Auch wir Menschen würden profitieren, denn Vielfalt und Schönheit in unserer Umgebung heben die Lebensqualität.“ Über 140 Vogelarten haben die Naturfreunde auf ihren Streifzügen um die Donau im Landkreis bereits beobachten können, mindestens 90 davon brüten auch im Gebiet; auch an Pflanzen-, Fisch- und Insektenarten sei die Region noch reich. Jedoch seien viele Spezies beschränkt auf die wenigen verbliebenen naturnahen Auenstrukturen, wie z.B. Auwaldreste und Röhrichtzonen; diese müssten daher dringend auf Dauer gesichert werden, so die Autoren des Bildbandes. Wenn gar im Rahmen einer Nationalparkausweisung die Donauauen, wie in kleinem Umfang schon begonnen, weiter renaturiert würden – etwa durch Wiederherstellung von Altwässern und naturnahe Ufergestaltung - , dann würden vielleicht auch längst verschwundene Arten langfristig zurückkehren, so ihre Hoffnung.
 

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