"Kartoffelkathi" heimst Kunst- und Kulturpreis ein

"Kartoffelkathi" heimst Kunst- und Kulturpreis ein

Saal a. d. Donau

Saal a. d. Donau, 16.04.2018 (hal/sh).

 

Es war wahrlich keine leichte Aufgabe für die Mitglieder des Vergabegremiums, den Preisträger des 11. Kunst- und Kulturpreises des Landkreises Kelheim 2018 zu bestimmen. Ging doch eine hohe Zahl an Vorschlägen würdiger Kandidaten ein. Nun reiht sich nach der Entscheidung des Vergabegremiums der Theaterspielkreis Saal mit der Aufführung „Kartoffelkathi“ in die erlesene Schar der Preisträger ein.

Landrat Martin Neumeyer, Vorsitzender des Vergabegremiums, zeigte sich hierüber besonders erfreut: „Die große Zahl an Vorschlägen ist ein deutliches Zeichen für die Anerkennung und Wertschätzung dieser regionalen Auszeichnung. Eigentlich hätte jeder dieser Vorschläge einen Preis und die Würdigung seines Schaffens verdient. Es ist nicht einfach, hier jedem gerecht zu werden. Die Entscheidung fällt immer zugunsten eines Kandidaten und nicht gegen die anderen!“

Dass der Titel heuer an den Theaterspielkreis Saal a. d. Donau ging, hat seine Gründe. Die Stückebiographie ist lang. Am Anfang standen im Rahmen des „Saaler Sommer“ Freilichtstücke auf der Kirchplatz und später auf dem Gelände hinter der Verbandsschule. Gezeigt wurden vor allem Klassiker aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ab den 2000er Jahren kamen verschiedene Boulevardkomödien u.a. in der Mehrzweckhalle der Schule zur Aufführung. Mittlerweile verfügt der Verein über ein eigenes Vereinsheim in der Hafenstraße, den „theaterSAAL“, welches in Eigenarbeit zu einem schönen Theater mit etwa 90 Sitzplätzen und erhöhter Bühne umgebaut wurde.

In der Zwischenzeit gab es schon 44 Produktionen. Die letzte davon war die „Kartoffelkathi“ mit 7 ausverkauften Aufführungen im November und Dezember 2017. Die „Kartoffelkathi“ ist ein selbstgeschriebenes Stück von Regisseurin Christine Stark aus Kelheim, deren Familie aus Saal stammt, und hat einen familiären Bezug. Das Stück basiert auf mündlich überlieferten Erzählungen über ihre Urgroßmutter während der Zeit des zweiten Weltkrieges. Die Überlieferungen wurden mit zusätzlichen tatsächlichen und erfundenen Fakten erweitert, um eine durchgehende Handlung zu erhalten

 

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