Große Katastrophenschutzübung

Große Katastrophenschutzübung

Kelheim/Cham

Kelheim/Cham, 20.06.2018 (hal/sh).

Bei der internationalen Katastrophenschutzübung „Roter Eber 2018“ im Landkreis Cham beteiligten sich Einheiten des Landkreises Kelheim. Mit 2500 Einsatzkräften handelt es sich um die größte Katastrophenschutzübung, die es jemals im ostbayerischen Raum gegeben hat.

 

Rund 2.500 Einsatzkräfte von lokalen und tschechischen Rettungsdiensten und Feuerwehren aus der Oberpfalz, Oberfranken, Niederbayern und dem Nachbarland Tschechien nahmen an der Übung teil. Daneben wurden auch mehrere Hubschrauber verschiedener Organisationen eingesetzt.

Folgendes Übungsszenario wurde vorausgesetzt:


Am Nachmittag des 8. Juni wurde der Brand eines Rückewagens im Wald bei Roßberg in der Gemeinde Chamerau gemeldet. Da nach Eintreffen der Feuerwehren festgestellt wurde, dass auch eine Person eingeklemmt ist, wurden weitere Kräfte, darunter auch die Bergwacht nachalarmiert.

Aufgrund der Ausweitung des Brandes auf den Wald wurden weitere Feuerwehren beordert. Der Absturz von Einsatzkräften im steilen Waldgelände forderte die Kräfte von Bergwacht, Rettungsdienst und Feuerwehren am späten Nachmittag zusätzlich.

Die am Samstagvormittag eingetroffenen Einheiten aus Tschechien und verschiedenen Landkreisen in Bayern, u.a. die Einheiten aus dem Landkreis Kelheim, wurden in Bereitstellungsräume beordert, bevor die Einsatzleitung sie gezielt in das Einsatzgebiet abgerufen und mit ihren Aufgaben betraut hat.

 




Waldbrandbekämpfung mit Hilfeleistungskontingenten:

Um im Katastrophenfall möglichst schnell eine ausreichende Anzahl von Hilfskräften mit passenden Gerätschaften in das Schadensgebiet beordern zu können, hat der Freistaat Bayern 2006 die Aufstellung von sogenannten Hilfeleistungskontingenten gefordert. In den Landkreisen im Freistaat wurden derartige Hilfskontingente gebildet, die jeweils aus Grund- und Spezialkomponenten bestehen.

In der Katastrophenschutzübung kamen Hilfeleistungskontingente aus den Landkreisen Freyung-Grafenau, Neumarkt i.d. Opf., Kelheim, Neustadt/Waldnaab, Regen und Regensburg zum Einsatz. Diese unterstützten in erster Linie in der unmittelbaren Waldbrandbekämpfung die örtlichen Kräfte und verhinderten durch die Errichtung von Widerstandslinien eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes.

 



Die Aufgaben der Einheiten aus dem Landkreis Kelheim waren vielfältig. Neben der Schlauchwagengruppe wurde ein Hilfeleistungskontingent unter der Führung von Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Rott zur Bekämpfung eines Waldbrandes eingesetzt.

Die Flughelfergruppe der Feuerwehr Neustadt a. d. Donau war in Zusammenarbeit mit anderen Flughelfergruppen für die Einrichtung der Fliegerischen Einsatzleitung (FlIEGE) zuständig. Die Fliegerische Einsatzleitung ist notwendig, um die Flugbewegungen und den Einsatz der Hubschrauber zu koordinieren.

 

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