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WA-Berichterstattung

Der Hopfenmarkt bleibt im Untergrund

Noch nie fielen die Hopfenmarktberichte des Verbandes so dürftig aus: es lägen keine Informationen über Marktpreise oder nennenswerte Transaktionen vor und das seit September. Eines aber ist klar: der Freihopfenmarkt 2009 in Deutschland ist viel kleiner als vermutet. In der Hallertau fiel die Ernte knapp 10 % niedriger aus als gegenüber offiziellen Ernteschätzungen. Die Abwaage ist abgeschlossen: 527.000 Ztr. sind es bisher nur in der Hallertau. Auch die Pools sind mittlerweile geschlossen. Natürlich erfahren wir nicht, wie groß ihre Volumina sind. Aber die Art und Weise der Abwicklung lässt den Schluss zu, dass wir es mit sehr überschaubaren Mengen zu tun haben, insbesonders in Bezug auf gewisse Aromasorten.

Der Hagel vom 25. Mai hat den deutschen Markt bereinigt. Andererseits wäre die Hallertau ohne Hagel in eine relativ große Überproduktion gekommen, so dass für 2010 es wirklich sinnlos ist, ohne Vertrag Hopfen einzulegen. Und Verträge gibt es praktisch keine. Es wäre eher angesagt zu roden bzw. die Flächen von Betriebsaufgabe still zu legen. Oder dem Siedlungsdruck nachzugeben und Flächen in Baugrund umzuwandeln. Hier könnte die vielgepriesene Kooperation mit den Behörden fruchten.

 (Eduard Kastner)
6. November 2009