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Die große Sünde
Zur Euro-Krise und Euro-Rettung
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Die fast herbeigeredete Rezession

Wolnzach, 16. Januar 2012 (ted). Schnell revidierten Wirtschaftsinstitute und Bundesregierung die Wachstumsprognose 2012 für die deutsche Wirtschaft auf 0 bis 1 Prozent. Weil dies ein Rückgang von 3 % Wachstum auf ein Sechstel ist, fingen schnell Medien an, von einer Rezession zu schreiben. So verstärken sich Pessimismus und Zurückhaltung. Eine „self-fullfilling prophecy“. Doch wer warf den bösen Stein in den deutschen Garten? Sicherlich die Euro-Skeptiker. Wenn es dem Euro schlecht geht, kann es dem Primus der europäischen Volkswirtschaften doch nicht gut gehen. So plausibel wurde es Medien und Politikern erklärt/verkauft. Und keiner wollte doch mit seiner Prognose gegen sogenannte Fachleute stehen.

Wenn wir den wahren Grund für einen Niedergang des Wachstums der deutschen Wirtschaft finden wollen, müssen wir reale Faktoren abfragen: Weltmärkte für den Export, die Binnennachfrage, begrenzende Faktoren wie Fachkräftemangel, Währungsverschiebungen etc. Doch siehe da: es gibt keine objektiven Tatsachen. Der wichtige US-Markt wächst, alle übrigen Märkte schrumpfen nicht – höchstens Griechenland und Portugal (und die sollen dies nicht!) –, v.a. China hat keine Rezession, d.h. ein negatives Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Auch der Fachkräftemangel Deutschlands beschränkt das Wachstum nur marginal – fast könnte man auch sagen: auf ein gesundes Maß.

Vielmehr führt das Gerede um den Euro wie zu Beginn der Griechenland-Krise zu einem günstigen Wechselkurs für den deutschen Export (gegenüber dem Dollar). Eine bessere Konjunkturförderung für die Euro-Länder kann es nicht geben. Da der Euro zwar schlecht geredet, aber von Spekulanten nicht abgeschafft werden kann, wird er 2012 überstehen. Und irgendwann merken dies die Spekulanten und werden sich mit blutiger Nase zurückziehen. Wenn sie erst das Konzept zur Euro-Rettung von Dr. Hannes Schneider (Die GROSSE SÜNDE) lesen, werden sie begreifen, dass der Euro uneinnehmbar ist. Ja, Europa wird aus der Euro-Krise schneller herauskommen als es die „Märkte“ derzeit vermuten lassen. Ähnlich der medialen Entwicklung von großen Krankheiten wie z.B. BSE. Auch heute sterben in Deutschland Rinder an dieser Krankheit, aber keiner regt sich mehr auf. Und die Kreuzfeld-Jakob-Krankheit ist auch nicht evident.

Werfen wir den bösen Stein also getrost zurück. Deutschland wird 2012 weiter gesund wachsen. 2 Prozent sind drin.