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Die große Sünde
Zur Euro-Krise und Euro-Rettung
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Brexit mit Bedacht

Brexit nicht für Wirtschaft
Selbst wenn Premierministerin Theresa May als aufrechte Demokratin den Brexit durchführen will, also der Exit vom Brexit doch nicht kommen wird, stellt sich doch nicht die Situation einer Scheidung. Gerade die wirtschaftliche Vernunft sollte die Verhandlungen leiten. Nach dem Riccardo-Prinzip sinkt der Wohlstand für beide Seiten, wenn Grenzen wieder eingeführt werden. Wenn diese Grenzen nicht für die Wirtschaft gelten, wäre das für die EU wie für GB das Anzustrebende. Freier Warenverkehr ohne Zölle, Arbeitnehmer-Freizügigkeit u.v.m. sind aufrecht zu erhalten.

Warum keine Brexit-Rücktrittsklausel?
In der Brexit-Entscheidung stimmten die jüngeren Briten für den Verbleib in der EU. Sie müssen zwar lernen, sich der Mehrheit zu beugen, aber sollte nicht die Premierministerin für sie eine Rücktrittsklausel aushandeln? Wenn in einigen Jahren sich die Meinung pro EU gewandelt hat, bräuchte Großbritannien nicht mehr das Procedere einer Neumitgliedschaft durchlaufen, sondern könnte quasi über Nacht wieder Mitglied der EU sein.

Brexit-Hysterie nicht angebracht
Derzeit wird schon viel über Verschlechterung der Konjunktur durch den Brexit geschrieben. Natürlich handelt es sich dabei um „selffulfilling prophecies“ wie bei allen Konjunkturvorhersagen. Doch werden wir uns bewusst: der Austritt erfolgt erst zum 1.1.19. Bis dahin bleibt im Warenverkehr etc. mit GB alles beim Alten. Noch dazu ist der Antrag noch gar nicht gestellt, wäre der Exit vom Brexit noch möglich bzw. könnte der Antrag noch geschoben werden. Coolness ist Gebot der Stunde. Es gilt „business as usual“. Also auch Konjunkturzukunft ganz normal.