Die Mischung macht’s – auch beim Essen und Trinken

Die Mischung macht’s – auch beim Essen und Trinken

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen, 11.08.2017 (hal/rt).


Mit einem Geschenk bedankte sich der Leiter der Personalabteilung, Johann Kreitmayr, bei Heike Fuß für ihren lehrreichen Vortrag. Foto: Melanie Haslinger / Sparkasse Pfaffenhofen

 

„Du bist, was du isst“, lautete das Motto eines Vortrags für die Mitarbeiter der Sparkasse Pfaffenhofen im Rahmen ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements. Heike Fuß, zertifizierte, ganzheitliche und unabhängige Ernährungsberaterin aus Pfaffenhofen, erläuterte vor rund 45 Interessierten im Sparkassen-Casino die Grundlagen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung für Berufstätige.

Die richtige Mischung macht es auch beim Speiseplan, wie Heike Fuß sagte: 55 Prozent Kohlenhydrate, 15 Prozent Eiweiße, 30 Prozent Fette. Kohlenhydrate machen den größten Bestandteil in der Nahrung aus und sind eine wichtige Energiequelle. Lieferanten von Kohlehydraten sind beispielsweise Nudeln und Brot, aber auch Gemüse und Obst. Ob die Kohlenhydrate „gut“ oder „böse“ für den Körper sind, darüber entscheiden ihre Art und Qualität. Besonders empfiehlt die Ernährungsberaterin Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte mit ihrem hohen Gehalt an gesunden Mehrfachzuckern (Polysaccharide) und Ballaststoffen.

Dagegen warnte Fuß vor den in höherer Dosis ungesunden Ein- und Zweifachzuckern (Mono- und Disaccharide), wie sie etwa in Süßigkeiten, Auszugsmehl und Fertigprodukten enthalten sind. Heike Fuß: „Saisonale Frischkost ist Fitkost. Am besten natürlich ökologisch angebaut und im Sinne der Nachhaltigkeit aus regionaler Erzeugung.“

Fette stellen eine weitere wichtige Gruppe in unserer Ernährung dar. Es gibt drei verschiedene Arten davon: gesättigte, ungesättigte und mehrfach ungesättigte mit der höchsten biologischen Wertigkeit. Das richtige Verhältnis benötigt unser Körper für verschiedene Stoffwechselaktivitäten. Auch hier die Warnung von Fuß vor der Aufnahme versteckter, nicht wertvoller Fette.

Die dritte Gruppe sind schließlich die Eiweiße (Proteine) als elementare Bausteine allen Lebens. Die Referentin wies hier besonders auf die essentiellen Aminosäuren hin, die der Körper selbst nicht bilden kann und die deshalb in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen werden müssen, etwa in Fleisch oder Fisch. Ebenfalls sehr eiweißreich und damit für die vegetarische Ernährung unverzichtbar sind verschiedene Gemüsearten, vor allem Hülsenfrüchte.
Wichtigkeit sei auch eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit: „Manchmal haben wir Durst und nicht Hunger“. Mindestens zwei Liter pro Tag sollten es hauptsächlich in Form von Wasser sein. Generell empfahl Fuß, das eigene Einkaufsverhalten auf den Prüfstand zu stellen und falls nötig zu verändern. Ihr Tipp: Auf den Verpackungen die Angaben zu Inhaltsstoffen genau anschauen und auf versteckte Zucker und Fette in unseren Lebensmitteln zu achten.

Die Quintessenz ihrer Ausführungen: „Es sollte unbedingt auf eine ausgewogene Ernährung mit den drei Grundsäulen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße geachtet werden, auch wenn die familiäre oder berufliche Belastung sehr groß ist. Kreative Brotzeiten für unterwegs, eine ruhige und entspannte Atmosphäre beim Essen, fernab von medialer Kommunikation, sowie Kochen mit Freunden und Bekannten sind gut für unser Wohlbefinden. Und dazu jeden Tag etwas Bewegung – das baut Stress ab und bringt uns ins innere Gleichgewicht.“
 

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