Hallertau auf der Leinwand

Hallertau auf der Leinwand

Pfaffenhofen / Abensberg / Wolnzach

Fotos (Ausschnitte): Schmidbauer-Film
 

Die Komödie „Austreten“ läuft ab 5. Oktober in zahlreichen bayerischen Kinos an, unter anderem im Cineradoplex in Pfaffenhofen, den Amper-Lichtspielen in Wolnzach und dem Roxy Kino in Abensberg. Thema des bayerischen Dialektfilmes der Geschwister Tanja und Andreas Schmidbauer ist ein fiktiver Austritt Bayerns aus dem Bund. Gedreht wurde der Film bereits ab 2016 in verschiedenen bayerischen Regionen – unter anderem auch in der Hallertau.

Die Handlung des Streifens nimmt ihren verhängnisvollen Anfang mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Reitmayer (Markus Böker) bei einer Pressekonferenz nur mal schnell auf die Toilette muss. Doch dass er „austreten“ wolle, wird von den versammelten Journalisten missverstanden. In der Folge erhitzen sich die Gemüter und Reitmayer taucht zunächst unter. Ihren Vater suchend, starten Reitmayers Kinder Kathi (Tanja Schmidbauer) und Martl (Andras Obermeier) einen Roadtrip, der ihnen die bayerische und fränkische Mentalität und Disparität näherbringt, sie dabei aber auch die Beziehung zu ihrem Vater überdenken lässt.

 

 

„Auf unseren Filmtouren fuhren wir oft durch die Holledau. Damit etablierte sich bei uns der Wunsch, dort zu drehen. Beim Drehbuchschreiben für „Austreten“ haben Hopfen, Hallertau und Bier dann eine große Rolle bekommen: Der Hopfen ist immerhin ein Teil Bayerns. Wir wollten ganz neue und außergewöhnliche Szenen drehen und kamen so auf die Idee, mit dem Auto durch einen Hopfengarten zu fahren. Solche Bilder gab es bisher noch nie auf der Leinwand“, so Andreas Schmidbauer von der Produktionsgesellschaft Schmidbauer-Film.

Um den richtigen Drehort zu finden, startete die Filmproduktion einen Facebook-Aufruf. So entstand der Kontakt zu einem Hopfenpflanzer im Landkreis Kelheim. Im Sommer 2016 war es dann soweit: Die Filmcrew drehte in Pötzmes bei Mainburg. Vom Drehort Hallertau schwärmt Produzent Schmidbauer noch heute: „Es war einzigartig! Einer der besten und interessantesten Drehtage von ‚Austreten‘. Das lag natürlich an den spektakulären Szenen, aber auch an der tollen Region. Der Hopfen und die Hopfengärten bieten beeindruckende Bilder! Die Zusammenarbeit mit dem Hopfenpflanzer war völlig unkompliziert. Wir konnten vor Ort viele unserer Ideen und Visionen umsetzen.“

Und welche Rolle spielt nun der Hopfen im Film? Dazu verrät Schmidbauer: „Der Stammtisch-Leitspruch unserer Figur des Ministerpräsidenten ist ‚As Bier führt immer zum Ziel‘ - das übertragen wir auch auf die Handlung.“ Hopfen gilt als bayerisches Element und steht für Bier. Zudem sind die Hopfengärten äußerst fotogen und idyllisch. Da liegt es auf der Hand, dass der Hopfengarten ins Poster zum Film „Austreten“ integriert wurde.

 

 

Gedreht wurde in der Hallertau übrigens nicht nur in Pötzmes. Eine weitere Szene spielt sich in der Nähe von Pfaffenhofen ab.
Der Tourismusverein Hopfenland Hallertau Tourismus zeigt sich in einer Pressemitteilung begeistert, dass die hiesige Region nun bayernweit auf die Leinwand kommt. „Vielleicht regt der Film den ein oder anderen Kinobesucher zu einem Besuch in der Hallertau an – wir freuen uns darauf!“, so Martin Neumeyer, der Kelheimer Landrat und Vize-Vorsitzende des Tourismusvereins.

Schmidbauer-Film aus Prien am Chiemsee steht für die Produktion und den Verleih von Kinospielfilmen, vorwiegend handelt es sich dabei um bayerische Mundart-Komödien mit starkem Heimatbezug. Einen Namen machten sich die Filmer bereits mit „Hinterdupfing“ (2014), „ein Deutscher (2012), „Herrschaft Zeit'n“ (2010).
 

Diesen Artikel...

Kommentare
Für diesen Beitrag sind noch keine Kommentare vorhanden.