Gefährliche Empfehlungen

Gefährliche Empfehlungen

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen, 17.03.2017 (wk).

Der Münchener Autor Tom Hillenbrand kam zu einer Lesung nach Pfaffenhofen und traf eine große Fangemeinde, die den Theatersaal im Haus der Begegnung ganz gut füllte. Er hatte sein im Januar herausgekommenes Buch „Gefährliche Empfehlungen“ mitgebracht, aus dem er vorlas, aber auch einige Hintergründe hierzu lieferte.


Hillenbrand war lange Jahre beim „Spiegel“ tätig, bevor er sich entschloss, sich als Autor selbständig zu machen – und die Zahl seiner Bücher gibt ihm Recht. Bücher wie „Teufelsfrucht“, „Rotes Gold“, „Tödliche Oliven“ sind neben einigen Sachbüchern nur einige seiner Kriminalgeschichten, in denen es sein Ermittler Xavier Kieffer mit Fällen rund um Restaurants und Essen zu tun hat. Alle Romane spielen in Luxemburg, weil alle anderen Locations inzwischen von anderen Autoren besetzt sind, meinte Hillenbrand schmunzelnd, als er über seinen Ermittler spricht. Denn Luxemburg sei wegen seiner vielen Banken und europäischen Institutionen ein idealer Fleck für einen Krimi.
In seinem neuen Roman geht es um den legendären Gastroführer „Guide Gabin“; der Verlag lädt zur Eröffnung seines Firmenmuseums ein und auch der Koch Xavier Kieffer ist dabei, da er mit der Verlegerin gut befreundet ist. Während der Feier, beim Auftritt des französischen Präsidenten, stürmt ein Mann (ein Veganer?) auf die Bühne, der Präsident verlässt umgehend die Feier und plötzlich geht das Licht aus. Als es wieder eingeschaltet wird, fehlt plötzlich aus einer Vitrine ein historisches Exemplar des Gastroführers aus dem Jahr 1939. In diesem Exemplar muss es ein Geheimnis gegeben haben, denn wegen dieses Exemplars müssen einige Menschen sterben und der ehemalige Koch Xavier Kieffer beginnt zu ermitteln.
Autor Hillenbrand erläuterte, dass ihn seine Verlagsagentin auf eine Gruppe deutschstämmiger Juden (die Ritchie Boys) hingewiesen hatte, die im zweiten Weltkrieg mit trickreichen Methoden Propaganda gemacht sowie mit offenen oder verdeckten Aktionen den Gegner bekämpft hatten. Diese Gruppe hatte Hillenbrand dann auch ideenreich in seinen Roman verwoben. Hillenbrand ist selbst, wie sein Ermittler, gerne auf Reisen in vielen Ländern und sammelt Informationen.


 

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