Ortsteilversammlung Lindkirchen

Ortsteilversammlung Lindkirchen

Lindkirchen

Lindkirchen, 14.11.2017 (sh).

Bürgermeister Josef Reiser hatte sich bei der zweiten Ortsteilversammlung insbesondere mit den Themen Internetanschluss und Glasfaserausbau sowie der geplanten Ortsumfahrung zu beschäftigen. Bevor man in die Diskussion einstieg, erläuterte das Stadtoberhaupt die wichtigsten Ausgaben im laufenden Jahr. Dazu zählt mit etwa 15 Millionen Euro die Sanierung der Hallertauer Mittelschule. Allgemein gehe es Mainburg wirtschaftlich derzeit sehr gut, die Finanzen seien stabil.

Ein Bürger äußerte sich zunächst zum Verkehr durch Lindkirchen. Die angebrachten Geschwindigkeitstafeln brächten zwar die Autofahrer zum Bremsen, die Verkehrsdisziplin sei aber dennoch eher mangelhaft. Besonders ab Höhe des „Wallerhof“ werde stark Gas gegeben. Sehr zugenommen habe vor allem der LKW-Verkehr. Deshalb wurde der Wunsch nach noch mehr Geschwindigkeits-Messanlagen oder gar Blitzern in der Ortschaft laut. „Wir können mit unserer kommunalen Verkehrsüberwachung entsprechende Maßnahmen ergreifen, die eine Abschreckung bei den Autofahrern erzielen“, sagte Josef Reiser.

 

Beklagt wurde von zwei Gewerbetreibenden aus Rohnstorf der immer noch fehlende Anschluss an das W-LAN Netz. „Wir haben absolute Defizite auf unseren Weilern und Einödhofen“, weiß auch der Bürgermeister. Er verwies jedoch auf den derzeit laufenden Breitbandausbau der Telekom, der im gesamten Stadtgebiet bis 31.12. dieses Jahres fertiggestellt werden soll. Mit der Beteiligung am „Höfeprogramm“ möchte die Stadt allen noch „netzlosen“ Dörfern die Möglichkeit geben, Glasfaser bis zum Wohnhaus zu bekommen. Reiser bat die betroffenen Bürger um Geduld, denn hier spreche man von einem Zeitrahmen von bis zu einem Jahr. Doch er versprach auch, dass man die Bürger hier nicht im Regen stehen lasse.

Ein weiterer Bürger sprach die im Bundesverkehrswegeplan anberaumte Umfahrung von Mainburg an. Er kritisierte die unzureichenden Möglichkeiten, sich als Bürger an dem Entscheidungsprozess zu beteiligen. Reiser entgegnete, dass das Mitspracherecht in Sachen Bundesverkehrswegeplan nur bedingt sei. Gleichzeitig erinnerte er auf den gefassten Beschluss im Stadtrat mit der offenen Variante. Die Stadt Mainburg wolle eine Umgehungsstraße um Mainburg, doch wie diese im Detail aussehen wird, steht noch lange nicht fest.

Bis jetzt gäbe es nur eine Grobplanung. Einige Lindkirchener befürchten nun, dass sie im Falle einer Umgehungsstraße den ganzen Verkehr abbekommen. Er wünschte sich ein Gesamtkonzept, bei dem auch die umliegenden Dörfer berücksichtigt werden. „Wir wollen uns nicht per Gesetz etwas aufdrücken lassen!“, so die Bürgerstimme.

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