Mammutprojekt in vollem Gange

Mammutprojekt in vollem Gange

Mainburg/Ebrantshausen

Mainburg/Ebrantshausen, 08.02.2018 (hal/sh).

Es ist wohl aktuell die größte Tiefbaustelle in Bayern. Seit einigen Wochen wird die Erdgasfernleitung zwischen Forchheim und Finsing verlegt. Der mächtige Strang auf einer Länge von rund 77 Kilometer von Oberfranken bis an die Tore der Landeshauptstadt soll die Energieversorgung vor allem der Metropole München zukunftssicher machen. Gebaut wird in mehreren Teilabschnitten, derzeit laufen die Bauarbeiten nordöstlich von Ebrantshausen auf Hochtouren.

„Aktuell ist es so, dass wir am 15. Januar mit der Mobilisierung der Baustelle begonnen haben. Das zentrale Baubüro befindet sich in Pfaffenhofen“, erläuterte Martin Höhner vom Projektmanagement den Stand der Dinge.

Zum Ende dieses Jahres soll die Erdgasfernleitung in Betrieb genommen werden. Ein ehrgeiziges Unterfangen, wenn man weiß, dass die Regierung von Oberbayern den Planfeststellungsbeschluss erst im Dezember erlassen hatte.

Doch die Verantwortlichen der Open Grid Europe GmbH mit Sitz in Essen, die das Projekt quer durch den Freistaat vorantreibt, sind zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können. Und so wird bei jedem Wetter gebaut. Vom Schnee dürfen sich die Bauarbeiter nicht beeindrucken lassen.

(Aufnahme entstand nahe Massenhausen bei Ebrantshausen)

Damit die Leitung verlegt werden kann, mussten auch Hopfengärten dran glauben. Das stellte die beteiligten Tiefbauingenieure freilich vor Herausforderungen. Gerade in Aiglsbach wurde um den Trassenverlauf hart gerungen. „Um den Besonderheiten beim Hopfenbau gerecht zu werden, wurden in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Hopfenpflanzer bestimmte Grundsätze für die Trassierung wie auch den späteren Bauablauf abgestimmt“, heißt es in dem besagten Abschnitt Baubroschüre.

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Arbeiten voranschreiten, ist momentan Ebrantshausen. Dort wird ein Hopfengarten „untertunnelt“, was an Ort und Stelle laut Höhner technisch möglich ist. Gerade werden auch die Pressungen der KEH 30 und der KEH 31 vorbereitet, und auch unter der A 93 muss der Leitungsstrang durch.

In dieser Woche werden nach Auskunft von Open Grid Europe-Sprecher Martin Höhner Gespräche mit den betroffenen Hopfenpflanzern stattfinden. Aufseiten der Pflanzer ist es wichtig, dass die Verlegungsarbeiten möglichst noch vor Beginn der Hopfenarbeiten im Frühjahr abgeschlossen sind.

 

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