Ex-Landrat bewirbt sich um Direktmandat im Landtag

Ex-Landrat bewirbt sich um Direktmandat im Landtag

Mainburg/Kelheim

Mainburg/Kelheim, 11.04.2018 (hal/sh).

v.l.n.r.: Helmut Fichtner, Hubert Faltermeier, Hubert Aiwanger, Christian Nerb und Ludwig Birkl

 

Der Bundes- und Landesvorsitzende zeigte sich höchst zufrieden mit der Auswahl der Kandidaten, die die Freien Wähler im Landkreis Kelheim für die Landtags- und Bezirkswahl am 14. Oktober ins Rennen schicken. Die Freien Wähler hätten nun „das Eisen geschmiedet, um in den Wahlkampf zu ziehen“, meinte Hubert Aiwanger, nachdem die vier Wahlgänge über die Bühne gegangen waren.


Angesichts der aufsehenerregenden Personalie mit Ex-Landrat Hubert Faltermeier als Bewerber für das Direktmandat im Landtag traten bei der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Frischeisen die anderen drei Wahlgänge beinahe ein wenig in den Hintergrund. Doch die Kandidaten, die die Freien Wähler sonst noch aufzubieten haben, sind in der lokalen Politik zwischen Altmühltal und Hallertau beileibe keine Unbekannten.

Da ist zunächst Christian Nerb. Der 57-jährige dreifache Familienvater ist seit 2014 Bürgermeister des Marktes Saal und Kreisvorsitzender der Freien Wähler. Der frühere Polizeibeamte bewirbt sich um das Direktmandat für den Bezirkstag. Privat der Musik verbunden sieht er nach eigenen Worten hier den Anknüpfungspunkt zur Bezirkspolitik, die unter anderem auch für die Förderung und den Erhalt von regionaler Kultur und Brauchtum zuständig ist. „Ich weiß, wo die Menschen der Schuh drückt, wenn sie nur 150 Euro im Monat zum Leben haben“, sagte er.

Als Listenkandidat für den Bezirk tritt Ludwig Birkl an. Der 63-jährige frühere Siemensmitarbeiter, der dort zuletzt im Qualitätsmanagement tätig war, sitzt seit zehn Jahren im Kelheimer Stadtrat und ist zwölf Jahre Ortsvorsitzender der Freien Wähler in der Kreisstadt. Im Landkreis Kelheim und in ganz Niederbayern sei es sein Ziel, so der Vater dreier erwachsener Kinder, „den Dreiklang Wohnen, Arbeit und Tourismus besser hinzubekommen“.

An der Seite Hubert Faltermeiers strebt der Mainburger Helmut Fichtner eine Listenkandidatur zum Landtag an. Seit fünf Jahren ist der 47-jährige Vater zweier Söhne im Alter von acht und zwölf Jahren Vorsitzender der Freien Wähler in der Hopfenstadt und sitzt dort seit zehn Jahren im Stadtrat. „Als politischer Entscheidungsträger auf lokaler Ebene schaut man immer über den Tellerrand hinaus“, meinte er zu den Motiven seiner Kandidatur. Vor allem die Freien verstünden es, „Themen, die die Leute bewegen, von unten nach oben zu tragen“. Und bei all dem stehe immer der Mensch im Mittelpunkt.

Die „großen Baustellen in der Landespolitik“ macht der Lehrer an der Mittelschule Allershausen auf den Gebieten Bildung und Soziales aus. Die CSU-geführte Staatsregierung habe „in einer Nacht-und-Nebel-Aktion“ die sechsstufige Realschule eingeführt und damit das Ausbluten der Mittelschulen billigend in Kauf genommen, kritisierte Fichtner die bayerische Schulpolitik der letzten Jahre. Und auch das G 8 sei völlig überstürzt und ohne ausreichendes Konzept eingeführt worden, was die Freien Wähler durch ihre Initiative wieder rückgängig gemacht hätten. Der Bundes- und Landesvorsitzende zeigte sich glücklich über die Auswahl des Kandidatenquartetts: „Hier treten gestandene Männer aus der Kommunalpolitik an, die alle bereits bewiesen haben, dass sie politisch zu arbeiten verstehen und wissen, wie Politik von unten nach oben geht.
 

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