Stadtentwicklung bleibt heißes Thema

Stadtentwicklung bleibt heißes Thema

Mainburg

Mainburg, 12.04.2017 (sh).

„Wir werden nicht alles, aber vieles erreichen.“ Somit blickt Bürgermeister Josef Reiser sehr positiv in die Zukunft der Hopfenstadt, was er auf der letzten Bürgerversammlung auch ausdrücklich betonte. Das Interesse der Bürger hielt sich zwar in Grenzen, doch ein paar Anliegen gab es schon. Während es Mainburg wirtschaftlich sehr gut geht, stand vor allem die Stadtentwicklung einmal mehr im Fokus des Interesses.

 

Bürgermeister Reiser informierte erst auszugsweise darüber, was für das laufende Jahr von Seiten des Stadtrates geplant ist. Geld in die Hand nehmen wird man u.a. für den Umbau der RMM-Halle in einen barrierefreien Jugendtreff. Damit wird eine jahrelange Diskussion um den Standort beendet und den Jugendlichen mit einem Skater Park, der ebenfalls dort entstehen soll, ein zeitgemäßes Angebot gemacht.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte er auf sehr positive Zahlen zurückblicken, die schon in der letzten Stadtratssitzung vor der Bürgerversammlung bekanntgegeben wurden. Die Gewerbesteuer bleibt insgesamt die wichtigste Einnahmequelle. Im Jahr 2016 betrug sie satte 9,9 Mio. Euro. Diese Gewerbesteuereinnahmen bewegen sich damit für die Stadt Mainburg auf sehr gutem Niveau, weisen allerdings eine Schwankungsbreite auf.

Danach waren die Bürger an der Reihe. Reiser musste sich auf Antrag von Johannes Beck, Vorsitzender des BDS-Mainburg, über die Zukunftsfähigkeit der Stadt äußern. Der Rathauschef meinte gleich vorweg: „Ihre Ansichten teilen wir nicht!“, und nahm dabei Bezug auf die schon mehrmals eingegangenen Anträge des Bund der Selbständigen auf Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit Mainburgs. Zwischen dem BDS und der Stadt herrsche ein reger Briefverkehr.

Doch Anträge stelle laut Reiser der Stadtrat, wenngleich man die Anregungen durchaus in die Entscheidungsprozesse miteinfließen ließe. Des Weiteren habe man ja eigens einen Vermögensetat für den Bereich „Stadtentwicklung“ eingerichtet, wie Josef Reiser mitteilte. In Person von Elke Plank hat man im Frühjahr 2016 den Posten der „Citymanagerin“ bzw. Stadtentwicklerin besetzt, auf die natürlich viele Hoffnungen und Wünsche projiziert werden: Der Bürgermeister bat jedoch um Geduld: „Bitte geben Sie unserer Stadtentwicklerin Zeit“.

 

Thema Stadtentwicklung beschäftigt

Thomas Exner, Ortsvorsitzender der Bayernpartei, bekrittelte eines der großen Projekte, an dem die Stadtentwicklerin maßgeblich beteiligt war - die Homepage „virtuelles Mainburg“. „Hat da überhaupt schon mal jemand reingeschaut?“ lautete seine provokative Frage, die der Bürgermeister mit einer ermittelten Klickzahl von 200 Tsd. quittierte. Doch dass alles bringe nichts, wenn der Leerstand bleibt und man Auswärtige damit in eine „Geisterstadt“ einlade. Die sei höchstens für Gothic-Anhänger interessant, nicht jedoch für Touristen, bemängelte Exner. Stattdessen warte er immer noch vergeblich auf eine "Mainburg-App". "Die Stadt will offensichtlich keine Kommunikation mit den Bürgern", war seine Schlussfolgerung daraus.

Deshalb wollte er auch wissen, welche konkreten Aktionen zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt geplant sind. Reiser konnte hier nur noch einmal unterstreichen, dass Stadtentwicklung keine reine Angelegenheit der Verwaltung sei, sondern vor allem auch durch die Bürger angestoßen werde. 

Zu der abschließenden allgemeinen Frage wo es in Mainburg für die Zukunft hingeht, antwortete Reiser zwar etwas vage, aber völlig zuversichtlich: „Ich blicke absolut positiv in die Zukunft der Stadt!“. Klar werde man nicht alles was man sich vornimmt erreichen. Jedoch vieles davon schon.
 

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