Bachhuber sagt Ade

Bachhuber sagt Ade

Geisenfeld

Geisenfeld, 27.07.2017 (rt).

Rektorin Gabriele Bachhuber geht am morgigen Freitag in Ruhestand. Am vergangenen Mittwoch gab es für sie eine große Abschiedsfeier.

 

 

Ihren Schülern Adieu sagte am heutigen Freitag Gabriele Bachhuber, die Rektorin der Geisenfelder Irlanda-Riedl-Grund- und Mittelschule. Gleichzeitig war dies auch ihr eigener letzter Schultag, denn die gebürtige Geisenfelderin geht nach 44 Jahren in den Ruhestand. Dieser Tage gab es ein großes offizielles Abschiedsfest für sie in der Aula ihrer Schule.

„Ich selbst habe Sie immer als sehr korrekte, pflichtbewusste, verlässliche und vertrauenswürdige Schulleiterin erlebt, die mit hoher Überzeugungskraft die Anliegen ihrer Schule vertritt“, sagte Pfaffenhofens Schulamtsdirektorin Karin Olesch in ihrer Laudatio. Mit Ruhe und Sachlichkeit, hoher beruflicher Kompetenz und einem enormen Erfahrungsschatz habe sie stets Entscheidungen zum Wohle der ihr anvertrauten Schulfamilie getroffen. „Sie verbindet mit dieser Schule über die Hälfte Ihres Lebens, dass man dann mit Melancholie diese Wirkungsstätte verlässt ist nur allzu verständlich“, so Olesch. Die Schulamtsleiterin erzählte aber auch die eine oder andere Anekdote: „Manchmal unterschätzten Ihre Schülerinnen der Mittelschule Ihre Erziehungsarbeit. Sie rechneten nicht damit, dass Sie vorgesorgt hatten, wenn die Mädchen Ihre Turnsachen angeblich zu Hause vergessen hatten. So lagen bei Ihnen im Schrank immer sauber gewaschene alte T-Shirts von Ihnen und eine Sporthose parat und das Problem war gleich behoben, eigentlich auch grundsätzlich gelöst. Ebenso verhielt es sich mit vergessenen Schürzen für den Unterricht in der Schulküche.“ Sie habe zwar ein strenges Regiment mit klaren, wirksamen Regelungen für einen reibungslosen Schulbetrieb geführt, aber Bachhuber habe sich auch liebevoll und fürsorglich um jedes einzelne Kind, insbesondere auch für Kinder aus sozial schwächeren Familien, gekümmert.
Geisenfelds Bürgermeister Christian Staudter (USB) bezeichnete sich und Bachhuber in seiner Rede als Urgesteine der Stadt. Sie sei eine ganz hervorragende Schulleiterin geworden mit der er sehr gerne und eng zusammengearbeitet habe. Staudter überreichte Bachhuber dann ein extra für sie von Ingrid Kreidenweis angefertigtes Bild mit einer Ansicht der Schule.

 

 

Sowohl Schüler als auch Lehrer legten sich bei der Verabschiedung mächtig ins Zeug: Eine spontan entstandene Lehrerband spielte, andere Lehrer sangen Gstanzl, die Klasse 6a trommelte, Lehrer August Fink sprach eine Hommage in „B“ und etliche weitere Gratulanten überraschten mit liebevollen Einfällen.

 

Bachhuber war sehr gerührt von den Präsentationen und Präsenten. „Im Laufe meines Berufslebens habe ich für etwa 10.000 Schüler Verantwortung getragen“, rechnete sie nach. Dass sie das mit vollem Elan habe tun können, verdanke sie zuvorderst ihrer „großartigen Familie.“

 

 

Bereits in ihren ersten dienstlichen Beurteilungen beschrieb man Bachhuber als eine „für den Lehrberuf begeisterte Lehrerin.“ Nach ihrem Besuch der Volksschule in Geisenfeld wechselte die nun scheidende Rektorin ans Gnadenthal-Gymnasium in Ingolstadt, wo sie 1970 Ihr Abitur ablegte. Ihr Lehramtsstudium absolvierte sie an der Gesamthochschule Eichstätt und beendeten es 1973 erfolgreich mit der 1. Lehramtsprüfung, war dann im Regierungsbezirk Mittelfranken und wurde kurze Zeit später zurückversetzt. Ihre Referendarzeit führte sie dann an der Volksschule Rohrbach weiter. Mit einem hervorragenden Ergebnis war 1976 Bachhubers 2. Staatsprüfung. Neun Jahre unterrichtete sie als Klassenlehrerin an der Hauptschule Rohrbach, bis sie 1983 an die Hauptschule Geisenfeld versetzt wurde; zunächst als Lehrerin vor allem in den Jahrgangsstufen 5/6, ab 1990 dann als Konrektorin und schließlich seit 1994 als Rektorin.

 

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