Keine Wohnungen im Gewerbegebiet, aber Kleinspielfeld beim Jugendzentrum

Keine Wohnungen im Gewerbegebiet, aber Kleinspielfeld beim Jugendzentrum

Geisenfeld

Geisenfeld, 28.07.2017 (wk).

Vor vollbesetzten Zuschauerreihen tagte der Geisenfelder Stadtrat und hatte eine umfangreiche Tagesordnung in der öffentlichen Sitzung abzuarbeiten. Ein Teil davon waren Jugendliche aus dem Jugendzentrum und vom Jugendparlament, die wissen wollten, wie es mit ihrem Kleinfußballfeld weiter geht, eine andere Gruppe gehörte zur Nöttinger Feuerwehr weil es um die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs ging.

Symbolfoto, Archiv wk


Der Ausbau der Gemeinde-Verbindungsstraße Unterpindhart-Aiglsbach nahm einige Zeit in Anspruch, da bi der Vorstellung der Planung immer wieder Fragen auftauchten, die der Planer aber zufriedenstellend klären konnte, denn an einigen Strecken der alten Straße war kein frostsicherer Aufbau vorhanden, was zusätzliche Kosten verursacht, ebenso der Ausbau auf 5 Meter Breite statt der bisherigen 4,50 Meter, wozu auch Grunderwerb erforderlich ist. Die Stadträte stimmten der Planung aber einstimmig zu, ebenso der Anschaffung und Installation einer elektronischen Leistungserfassung für den Bauhof, da die Mitarbeiter für viele arbeiten Teilbereiche der Verwaltung arbeiten und die Abrechnung auf die Haushaltsstellen damit vereinfacht wird.
Der ursprünglich gefasste Entschluss, einen Soccer-5-Platz zu errichten wurde aufgehoben und dafür nach umfangreicher Diskussion über alle Fraktionen mit 15 : 10 Stimmen ein Multifunktionsplatz beim Jugendzentrum beschlossen. So wurde Lärm beim Friedhof als Ablehnungsargument angeführt und auch der Grundsatz, dass Sportplätze doch beim Stadion sein sollten, dass die Befragung von Jugendlichen nicht repräsentativ genug sei und niemand genau wisse, ob der Plan für einen solchen Platz nun vom Jugendzentrum oder dem Jugendparlament stamme. Auch das Argument, dass andere Sportvereine einen Zuschuss von max. 10.000 Euro bekämen, dieser Platz aber 50.000 Euro kosten soll, konnte nicht verhindern, dass der Platz schlussendlich beschlossen wurde.


Einstimmige Beschlüsse gab es dann doch wieder zur Beauftragung für Bebauungs- und Flächennutzungsplan-Änderungen, wie für die Erweiterung des Kaufland-Lagers, im Aufeld II, für das Gewerbegebiet Hier in Geisenfeldwinden und im Aufeld IV. Längere Diskussionen lösten die Anträge von Grundeigentümern im Gewerbegebiet Geisenfeldwinden aus, die auf ihren Gewerbeflächen Wohnungen für Mitarbeiter einrichten wollten, da sie Probleme haben Personal zu finden, weil die hier in der Region keine Wohnungen finden würden. Bürgermeister Christian Staudter hatte einen Kompromissvorschlag ausarbeiten lassen, weil weder der Bebauungsplan noch das Baurecht Wohnungen im Gewerbegebiet vorsehen – zu Recht, wie Stadtrat Wolfgang Hollweck (USB) meinte. Denn aus den Erfahrungen im Gewerbegebiet Ilmendorf hätte man gelernt, weil sich da Bewohner über Gewerbelärm beschwert hatten. Bürgermeister Staudter (USB) und Erich Deml (SCU) hatten aber auch Verständnis für die Nöte der Gewerbetreibenden, dass sie ihre Mitarbeiter unterbringen möchten. Möglich seien aber nach der Baunutzungsverordnung Wohnungen für Betriebsleiter, Aufsichts- und Bereitschaftspersonal. Für Gerda Hetzenecker (FW) wären Probleme vorprogrammiert, wenn man über die Regeln der Baunutzungsverordnung hinausgehe. Auch Stadtrat Sebastian Zimmermann (ILM) warnte als ehemaliger Bauamtsleiter, vor gut gemeinten aber falschen Entscheidungen. FW-Stadtrat Alfons Gigl wies darauf hin, dass Betriebsleiterwohnungen etc. so nicht von den Gewerbetreibenden beantragt worden seien und plädierte für Ablehnung. Nach längerer Diskussion stimmten 6 für eine Änderung des Bebauungsplanes, 19 stimmten dagegen.

TSF, älteres Modell, Foto: wikipedia


Einig war man sich dann wieder bei der Beschaffung eines Mini-Baggers für den Bauhof sowie bei der Unterstützung der Finanzierung eines Tragkraftspritzen-Fahrzeugs (TSF) für die Feuerwehr Nötting mit 7.000 Euro, die derzeit die Spritze mit einem alten Audi Munga transportiert. Feuerwehrreferent Jürgen Staudt (CSU) wies daraufhin, dass die Stadt nach der Förderrichtlinie den gleichen Zuschuss  wie die Regierung mit 27.000 Euro gewähren sollte, um den Staatszuschuss zu erhalten. Bürgermeister Staudter wies auf die Gleichbehandlung der Ortsfeuerwehren hin und empfahl, erst mal die Entscheidungen über weiter Zuschüsse abzuwarten.
Außerdem wurden die Termine für die Märkte im Jahr 2018 festgelegt: Lichtmessmarkt am 4.2.; Pfingstmarkt am 21.5.; Michaelimarkt am 23.9.; Martinmarkt am 18.11. und das 63. Volksfest vom 21. Bis 25. 9.2018.
 

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