LEADER Projekte vorgestellt

LEADER Projekte vorgestellt

Geisenfeld

Geisenfeld, 15.09.2017 (sh).

Kürzlich tagte der Lenkungsausschuss der Lokalen Aktionsgruppe des Landkreises Pfaffenhofen (LAG) im Geisenfelder Rathaus. Bei dieser öffentlichen Versammlung werden vom Steuerkreis sowie dem Entscheidungsgremium der LAG neue Projekte für eine mögliche LEADER-Förderung ausgewählt. Besondere Zustimmung fand der angedachte „Barfuß Parcours“, der in der Gemeinde Rohrbach entstehen soll.

 

Bürgermeister Christian Staudter als stellvertretender Vorstand des der LAG Pfaffenhofen hieß alle Mitglieder der Aktionsgruppe und des Steuerkreises im Rathaussaal willkommen. Als Stellvertreter von Martin Wolf konnte er erfreulicherweise mitteilen, dass dieser wohl spätestens Ende November – Anfang Dezember wieder sein Amt antreten wird. Die Lokale Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm hat den Zweck, die Mitglieder sowie andere regionale Akteure bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zu fördern, die einer nachhaltigen Entwicklung der Region dienen.

Der Steuerkreis entscheidet darüber, ob ein Projekt mit der Zielsetzung der LES (Lokale Entwicklungsstrategie) vereinbar ist und somit über das Förderprogramm LEADER gefördert werden soll. Die Anwesenden hatten sich laut Tagesordnung mit drei Projekten auseinanderzusetzen. Das Projekt Teilprojekt „Mobilitätskonzept Landkreis Pfaffenhofen mit Feldstudie Rohrbach“ wurde bereits ausführlich im Lenkungsausschuss am 13. Juli 2016 vorgestellt und beschlossen.

Da ein Förderantrag für ausstehende Gelder in Höhe von etwa 110 Tsd. Euro bis Ende Oktober eingereicht werden muss, hatte das Gremium über die Nachreichung für den Förderantrag zu beschließen. Danach gab Carmen Glaser, Geschäftsführerin der LAG, eine kurze Vorschau über ein angedachtes Projekt zum Thema „Tiny houses“. Dabei handelt es sich um vollwertige Minihäuser, in denen man auf kleinstem Raum alles findet, was man zum Leben braucht. Grund für diese wesentlich günstigere Alternative zum klassischen Hausbau ist der mangelnde Wohnraum für Asylanten oder Bauarbeiter, den man auch in Geisenfeld kennt.

„Wir haben viele Asylbewerber oder Bauarbeiter, die vorübergehenden Wohnraum suchen“, argumentierte Christian Staudter. Die Mini-Häuschen wären also eine durchaus plausible Lösung mit dem Gedanken des „Autark-Seins“. Es bleiben jedoch noch eine Menge ungeklärter Fragen offen. Ob die „Tiny houses“ also wirklich durchgesetzt werden, „ist noch Zukunftsmusik“, wie Staudter zu verstehen gab.


Beate Laux vom Kommunalunternehmen Strukturentwicklung (KUS) stellte danach das Projekt „MiTeinander – ERFAHRUNGsaustausch – ERFOLGreich“ vor, dessen Träger der Landkreis Pfaffenhofen ist. „Mit dem Projekt wollen wir eine Plattform der Weiterentwicklung, des Austauschs und der kostenlosen Beratung von Start-Up Unternehmen, Privatpersonen und Selbständigen schaffen“, so Laux. Da im Landkreis gerade in der Domäne „Kultur- und Kreativwirtschaft“ hohe Umsatzahlen zu verzeichnen waren und somit ein großes wirtschaftliches Potential in dieser Branche steckt, will man mit dem angedachten Projekt die Innovationskraft weiter stärken. „Der Bedarf ist da und unser bestehendes Angebot wird jetzt schon sehr gut angenommen“, meinte Laux gegen die Skepsis mancher Anwesenden.


Als drittes Projekt stand auf der Tagesordnung der „Barfuß Parcours“ in der Gemeinde Rohrbach. Dieses entstand auf Initiative von hiesigen Bürgern, was Christian Staudter lobend hervorhob. Horst Rückert aus Rohrbach, der selbst maßgeblich am Planungsprozess beteiligt war, stellte die Hintergründe des gesundheitsförderlichen 500-m Parcours dar. Geplant ist eine Art „naturnahe, kostenlose Fußreflexzonenmassage“, bei der sich die Besucher die vielseitigen Gesundheitsaspekte des Barfuß Gehens zunutze machen können.

Damit soll ein altersübergreifendes und familienfreundliches Erlebnis entstehen. Für „sehr, sehr sinnvoll“ befand der Vize-Vorsitzende Staudter die Idee und lobte das große Engagement der Rohrbacher Bürger. Auch das Gremium sprach sich einstimmig für den Parcours aus und hofft nun auf eine zukunftsnahe Umsetzung.

 

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