Benefizkabarett mit Ralf Winkelbeiner

Benefizkabarett mit Ralf Winkelbeiner

Geisenfeld

Geisenfeld, 24.10.2017 (sh).

Bei einem Kabarett-Benefizabend in der Bar Alisa gastierte kürzlich der Nachwuchskabarettist Ralf Winkelbeiner. Mit seinem Programm „Habedere“ ließ der sympathische Oberbayer keine Fragen aus. Wie sieht ein oberpfälzer Bierfahrer aus? Was reden Männer auf der Toilette? Wie kann ein Hund berufsunfähig werden? Die Organisatoren Wilma und Michael Bretz unterstützen mit allen Einnahmen aus der Benefizveranstaltung die DKMS sowie den an Leukämie erkrankten Michael Niebauer.

Ein weiterer Geniestreich gelang dem Ehepaar Bretz, das sich sonst immer verantwortlich für die Offene Bühne zeichnet, mit ihrem Benefizabend, für den sie den Nachwuchscomedian Ralf Winkelbeiner gewinnen konnten. Mit den Eintrittsgeldern taten die Besucher in gleich zweierlei Hinsicht Gutes. Heuer im Mai ereilte die Familie des Geisenfelder Stadtrats Manfred Niebauer die Diagnose, dass ihr Sohn Michael an Leukämie erkrankt ist.

Nachdem der kleine Junge mittlerweile gut über 60 Chemotherapien bekommen hat, ist die Chance auf baldige und vielleicht sogar komplette Genesung in Sicht. Wie Niehbauer in einer kleinen Ansprache an das Publikum verriet, werde man tendenziell wohl keine Knochenmarkspende benötigen. „Wir alle hoffen, dass Michael wieder komplett gesund wird“, sagte der Vater sichtlich bewegt und bedankte sich ganz herzlich bei allen, die dem Kabarettabend beiwohnten und mit ihren großzügigen Spenden nicht nur etwas für Michael taten, sondern mit ihrer Spende gleichzeitig auch die DKMS Stiftung unterstützen.

Eine ganz besondere Freude machte Barbesitzer und Hausherr Ali mit der Übergabe einer Jahreskarte für den Europapark Rust - einer der Lieblingsorte von Michael. Die Spendenbereitschaft aller Beteiligten war am Ende so groß, dass eine Summe von 1150 Euro zusammenkam. Der Hauptact des Abends, Ralf Winkelbeiner amüsierte die etwa 50 Leute in der Bar Alisa über gut zwei Stunden mit allerlei Schabernack. Aus der Nähe von Manching stammend, befindet er sich nach eigenen Worten im „Zack-Alter“. Das heißt, rauf auf die Couch und zack – weggenickt.
Darüber hinaus ist er ein bayerisches Original wie es im Buche steht: robust gebaut und immer leicht am Granteln.

Als „Liquidveganer“ ernährt er sich Winkelbeiner ausschließlich von Weizen und Obstler. Doch mit seinem Nachnahmen habe er es nicht leicht auf dem Land, insbesondere wenn der direkte Nachbar Dr. Streckfuß heiße und beide keine Orthopäden sind. Mit seinen skurrilen Geschichten über beduftetes Klopapier, ulkigen Kindernamen und homöopathischen Metzgern (Anm.: Schlachten mit Akupunktur), gelang es ihm, das Publikum gut bei Laune zu halten.

Auch die eine oder andere verstörende Kindheitserinnerung, wie z.B. die Begegnung mit einem Kuh-Besamer arbeitete er quasi durch das Erzählen auf. Der Humorist verstand es, Absurditäten des Alltags mit einem Augenzwinkern darzustellen: Vom falsch verstandenen Selfie bis hin zum Klopapier mit Sudoku, welches der ein oder andere sicher gebraucht hätte, um sich die Lachtränen aus dem Gesicht zu wischen.
 

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