Positives Ergebnis nach Nistkastenkontrolle

Positives Ergebnis nach Nistkastenkontrolle

Geisenfeld

Geisenfeld, 03.11.2017 (rt).


Fotos: Alfred Raths

 

Im Geisenfelder Gemeindewald fand am heutigen Freitagvormittag erstmalig die Kontrolle der im März von Kindern aufgehängten Nistkästen zusammen mit den Förstern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Josef Egginger und Benjamin Scharnagl, statt. Damit einher ging die Säuberung der Vogelkinderstuben. Zur Freude aller Beteiligten wurden die Behausungen von den Gefiederten gut angenommen.

Zehn Kinder kamen dazu mit Eltern oder Großeltern in das kommunale Waldgebiet am Rande des Feilenforsts. „Hausherr“ Bürgermeister Christian Staudter (USB) war ebenfalls mit von der Partie und erfreut über die doch große Beteiligung. „Mit vielen Hände schaffen wir ein schnelles Ende“, meinte das Stadtoberhaupt zuversichtlich. Immerhin galt es, an mehr als zwei Dutzend Nistkästen zu arbeiten.

 

Förster Scharnagl (2.v.l.) instruierte die Teilnehmer der heutigen Nistkastenkontrolle.

 

Von den beiden Förstern gab es einiges Wissenswertes über den Sinn und Zweck dieser Maßnahme zu erfahren und sie gewährten fachkundigen Einblick in das beschwerliche Leben höhlenbrütender Singvögel. Nicht beachtet wurden bei der Aktion die im Frühjahr zusätzlich aufgehängten Fledermauskästen, denn sie benötigen keine alljährliche Reinigung ihrer Wohnung. „Außerdem haben die Fledermäuse die Kästen noch nicht als Unterkunft für sich entdeckt“, meinte Scharnagl. Was sich in den restlichen Kästen für Baumläufer (kenntlich am seitlichen Einflugloch) und Meisen alles fand, wurde sorgfältig in einer Liste notiert, um die langfristige Entwicklung der Bestände zu dokumentieren. Überdies erkenne man bald jene Kästen, die jahrelang nacheinander nicht besetzt würden, so Scharnagl. „Die werden dann eventuell anderswo aufgehängt!“

 


Förster Egginger (r.) zeigte sich als Kenner der Vogelwelt.

 

Mit Feuereifer gingen die Kinder dann ans Werk und fanden neben etlichen kunstvoll gestalteten Nestern auch tote Jungvögel, kleine Reste von Eierschalen, Wespennester, vom Marder aufgekratzte Einfluglöcher sowie Reste einer Mäusebehausung. Insgesamt eine spannende Angelegenheit auch für die Erwachsenen. Von einem guten Bruterfolg konnte man am Ende in Summe sprechen. Und ebenso erfreulich: Alle auffällig kunstvoll gestalteten Nistkästen befinden sich noch an Ort und Stelle, keine wurde entwendet.

 

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