„Offene Bühne“ glänzte wieder mit vielfältigem Angebot

Offene Bühne glänzte wieder mit vielfältigem Angebot

Geisenfeld

Geisenfeld, 11.11.2017 (wk).

Die Offene Bühne Geisenfeld in der Bar „Alisa“ konnte die vielen Gäste wieder mit einem vielfältigen Programm begeistern. Über facebook hatten sich wieder viele MusikerInnen bei Wilma und Michael Bretz angemeldet, die das offene und nicht-kommerzielle Treffen organisieren. Jeder der mag und es sich zutraut, darf dort auftreten, es gibt keine Gage nur ein Freigetränk und die Gäste zahlen keinen Eintritt.

Michael Bretz als Organisator eröffnete den AQbend mit "alten Kamellen", wie er meinte -aber gute, handgemacchte Musik wird niemals "alt"

Michael Bretz konnte zu Beginn des Abends von der Benefiz-Veranstaltung mit dem Kabarettisten Ralf Winkelbeiner zugunsten der DKMS-Stiftung berichten, die vor einigen Wochen von ihm und seiner Frau organisiert wurde – an Spenden kamen mit den Eintrittsgeldern 1.150 Euro zusammen, dabei allein vom Alisa-Wirt Ali 400 Euro.

 
Rudi Vietz                                                      Uwe Rebhan
Das Abendprogramm der Offenen Bühne sah wieder einige bekannte Gesichter vor, darunter auch MusikerInnen, die längere Zeit nicht dabei waren wie Rudi Vietz aus Bad Endorf/Landkreis Rosenheim , der den umständlichen Weg mit der Bahn auf sich nahm, um nach Geisenfeld zu kommen oder Uwe Rebhan aus Erding, der früher schon einmal dabei war, als er sich noch „Songwriter in Ausbildung“ nannte, doch inzwischen ist er mit seinen Lieder wohl doch schon fertig mit seiner „Ausbildung“. Auch die Amerikanerin Miriama Broady aus Mainburg war wieder einmal dabei. Rudi Vietz, ein Münchner Original, hatte wie immer bei seinen Liedern, die eigentlich erzählte Geschichten mit einfachen Gitarren-Zupfgriffen waren, die Lacher auf seiner Seite. Er musste zum Schluss aber selbst zugeben, dass er nicht gerade den besten Tag erwischt hatte, aber trotzdem war der Applaus wie immer sehr herzlich für den Liedermacher „alter Schule“. Uwe Rebhan kam mit eigenen besinnlichen bayerischen Songs daher, wie über seinen Vater als Vorbild, aber auch mit spaßigen Songs wie über den Thermomix, den er natürlich auf Wunsch gerne spielte.
 
Tschak Neuhauser                                          Miriama Broady
Auch mit ruhiger, besinnlich dunklen, sonoren Stimme spielte Tschak Neuhauser seine Lieder mit bayerischen Texten, wie ein Liebeslied auf Frisörinnen und die studierten Lehrer oder seiner Frage „Wo is mei Geld?“. Nach längerer Zeit war wieder Miriama Broady dabei, die sich immer mal wieder im afrikanischen Gambia aufhält und dort zusammen mit Frauen musiziert und ihnen so hilft, sich selbst zu behaupten. Derzeit hat sie ein Projekt, bei dem afrikanische und deutsche Frauen, jede in ihrer jeweiligen Heimat dasselbe Lied aufnehmen, das von Miriama Broady im Studio für eine CD zusammengemixt werden soll. Das ganz soll dann per Internet über Crowdfunding finanziert werden. Zu ihr gesellte sich spontan eine Band aus Gästen wie Alex und Kevin Mackle (Keyboard und Gitarre) sowie David (Cajon). Sie „rockten“ das Haus und der tolle Beifall war verdient.
 
Johannes Riedel                                             Herbert & John
Ihnen folgte Johannes Riedel mit Gitarre und einer ausdruckstarken Stimme, die bei den Damen Gänsehaut pur hervorrief. Da er ein großer Fan von Tom Waits ist, veranstaltete er eine kleine Fragerunde, wer den denn kenne und auch dessen Lieder – einige Experten waren schon unter den Gästen dabei, die sich auskannten. Er präsentierte den Gästen unter anderem seinen Song, der gerade mal zwei Tage alt war, „Zeig ein bisschen mehr Dein Gesicht“ – ein leises zartes Lied oder auch einen älteren Song „600 Kilometer“ oder „die letzte Ausfahrt“. Nach einer kurzen Pause, die vom Wirt Ali für eine Lokalrunde genutzt wurde ging es weiter mit dem Duo Herbert und John. Sie präsentierten klassische spanische, portugiesische und südamerikanische Gitarrenmusik. Auch wieder ein Highlight des Abends. Ihre Finger flogen nur so über die Gitarrensaiten, dass es eine Freude war, ihnen nicht nur zuzuhören, sondern beim Spiel auch die Finger zu sehen. Sie zeigten ein perfektes Zusammenspiel und richtiges Timing.

 
Lucia                                                            Dana Beer, Kevin & Alex Mackle und David
Ein zierliches Persönchen stellte sich dann mit ihrer Gitarre auf die Bühne, die Organisatorin Wilma Bretz am liebsten gleich adoptieren würde, nämlich Lucia aus Ingolstadt, die bereits einen Monat zuvor erstmals die Gäste mit ihren Liedern begeistert hatte. Michael Bretz stellte die Quizfrage, wer denn die Sprache ihrer Lieder erraten könne – Gewinn wäre ein Schnaps gewesen. Diese Wette konnte er gewinnen, denn niemand, außer den Gästen vom letzten Monat, konnte das Rätsel lösen, denn sie sang ihre Lieder in einer selbst erfundenen Sprache, die spanisch/italienisch klang. Das Tolle dabei ist, dass sie für ihre Sprache ein eigenes Wörterbuch hat. Die Gäste waren begeistert von ihrem Vortrag und spendeten kräftigen Applaus, denn sie sang ihre Lieder auswendig und es hörte sich nicht so an, als würde sie immer wieder die gleichen Wörter verwenden, den Texten hatte sie einen Sinn gegeben. Sie wurde am Cajon rhythmisch von Hektor begleitet. Den Abschluss des Abends bildeten Alex Mackle, sein Sohn Kevin und als Sängerin mit Gitarre Dana Beer und David am Cajon. Es war eine richtige Jamsession die erst spät bis nach Mitternacht endete und mit großem Beifall belohnt wurde

....heut´Nacht wird gejammt

 

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