Dialekt ist, wo das Herz zu Hause ist

Dialekt ist, wo das Herz zu Hause ist

Oberpindhart

Oberpindhart, 07.03.2018 (sh).

Helga Lallinger in ihrem Element

 

“A scheene Musi, a scheena G´sang – do kommas scho aushoidn”. Das stimmt. Zum letzten Mundarthoagarten in dieser Saison begrüßte Sepp Geier vom Förderverein Bairische Sprache und Dialekte erneut zahlreichen Gäste beim Huberwirt. Es iwar und ist jedes Mal wieder ein Genuss, in der Schönheit des Dialekts - sei es in musikalischer oder literarischer Form - zu schwelgen.

Die Mundartabende in Oberpindhart sind längst eine Institution und erfreuen sich immer großer Beliebtheit. So auch bei der offiziell letzten Veranstaltung in dieser Saison. Wie nicht anders zu erwarten, fand der Initiator Sepp Geier wieder eine Reihe bayerischer Perlen, die mit Mundart und Musik die Herzen der Zuhörer berührten.

Es spielten vier junge Musikanten unter dem Namen „Quetschnbleck“aus der Vilsbiburger Umgebung. Mit Blech und Ziach gestalteten sie den schwungvollen, belebenden Teil dieses Abends.
Etwas ruhiger ging es bei den Musikanten mit dem originellen Namen „Pfiffigen Knepf“ zu. Sie spielten ruhigere, sanftere Stückerl, bei denen man sich zurücklehnt und in aller Ruhe genießt.

Der Hektik entfliehen konnte man auch beim Zweigesang von Thomas und Georg Samberger. Und welch ein Instrument würde beim Thema Ruhe wohl besser passen als die Harfe - in Perfektion beherrscht von Karoline Frey in Begleitung ihrer Töchter Rebecca und Magdalena. Der zauberhafte Klang ging sofort ins Ohr und ließ einen in den Melodien schwelgen.

Zünftigkeit brachte Helga Lallinger in den Saal. Sie brillierte mit kraftbairischem Humor, vollkommen auswendig vorgetragen in Versform. Als erfahrene Humoristin verstand sie es, frei Erfundenes und andere Absurditäten des Alltags in humorige Worte zu fassen. Wer schon einmal in Oberpindhart war, der weiß, dass dort das Mitsingen nie fehlen darf.

Karoline Frey und ihre Töchter verzauberten mit ihrem Harfenspiel

Auf tradierte Heimatlieder wie der Waiddlahymne „Mia san vom Woid dahoam“ oder dem „Holledauer Liad“ stimmte der gesamte Saal gern und lautstark ein. Schon jetzt sei auf die nächste Veranstaltung, das Hochzeitslader & G´stanzlsingen am 25. März beim Huberwirt hingewiesen
 

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