Meeting am Welt-Frauentag

Meeting am Welt-Frauentag

Geisenfeld

Geisenfeld, 10.03.2018 (wk).

Die Frauenunion der CSU hatte ihre Jahreshauptversammlung passenderweise auf den Welt-Frauentag gelegt und sich neben den üblichen Formalien einer Jahreshauptversammlung einen Referenten zu einem wichtigen Thema eingeladen, das auch für Nicht-Mitglieder interessant war. Richard Lechner, Leiter der Betreuungsbehörde im Landratsamt, informierte über Grundzüge des Betreuungsrechts.


Vorsitzende Andrea Dietenhofer konnte neben vielen Mitgliedern, Gästen und dem Referenten auch noch Andreas Aichele, den Geisenfelder CSU-Vorsitzenden, begrüßen.

 

Die knapp 40 Anwesenden verfolgten aufmerksam Richard Lechners Referat, in dem er auf die beiden großen Blöcke einging: alle Vorsorgemaßnahmen selbst geregelt oder Regelung über das Amtsgericht, wenn nicht rechtzeitig vorher Verfügungen gemacht wurden. Im letzteren Fall muss ein Antrag beim Amtsgericht gestellt werden, wenn eine Person wegen psychischen Krankheit, körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten ganz oder teilweise selbst zu besorgen. Zusätzlich erforderlich ist ein ärztliches Zeugnis und Gutachten, das sich das Amtsgericht einholt. Die Entscheidung des Amtsgerichts gilt in der Regel für 7 Jahre, wird aber auch immer wieder überprüft, auch die bestellte Betreuer, die überwiegend aus dem Familienkreis stammen oder aber berufsmäßig tätig sind, wie z.B. Rechtsanwälte oder Sozialpädagogen, die gelegentlich 40 und mehr Betreuungsfälle haben. Es ist aber auch möglich, sich rechtzeitig durch eigene Entscheidung abzusichern – und dazu muss niemand alt oder gebrechlich sein. Richard Lechner selbst hat sich schon in jungen Jahren durch eine Vorsorgevollmacht festgelegt – man weiß ja nie wann etwas passiert. Der bevollmächtigten Person sollte man dabei schon voll vertrauen können und bei der man sicher ist, dass sie auch wirklich nach den Vorgaben der Vollmacht handelt. Es ist aber auch möglich, mehrere Vollmachten und Einzelbevollmächtigte zu bestimmen, die auch jederzeit widerrufen werden können. Dabei ist eine Vorsorgevollmacht umfangreicher als eine „Generalvollmacht“. Richard Lechner wies in seinem Vortrag auch auf die Notfallmappe des Landkreises hin, in der alle notwendigen Unterlagen und Formulare enthalten sind – sie ist sowohl im Landratsamt aber auch teilweise bei Ärzten ausgelegt. Und die Betreuungsbehörde ist auch gerne bereit, offene Fragen zu beantworten. Er informierte die Besucherinnen, dass es im Landkreis jährlich über 1.300 Betreuungsfälle gibt – aktuell 1.328 Fälle. Die Vorsorgevollmacht kann zur Sicherheit auch bei der Betreuungsbehörde im Landratsamt beglaubigt werden (130 Fälle in 2017).


Neben der Vollmacht, die recht umfangreiche Regelungen treffen kann und der gerichtlich bestimmten Betreuungsverfügung gibt es auch die Möglichkeit einer Patientenverfügung für kritische Krankheitssituationen.


Andrea Dietenhofer bedankte sich bei Richard Lechner für sein informatives Referat mit einem kleinen Geschenk und gab anschließen einen Rückblick auf das Jahr 2017, das ganz im Zeichen der Veränderung stand, denn sie hatte das Amt der Vorsitzenden von Edith Schultz übernommen. Der mit 80 Damen kreisweit stärkste Ortsverband hatte sich mit vielen Veranstaltungen in das Leben der Stadt Geisenfeld eingebracht, von der Wochenmarkteröffnung im Mai bis hin zur Unterstützung des Wahlkampfes von Landrat Martin Wolf und des Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer. Heilpraktikerin Martina Miehling informierte über Schmerztherapie, Betriebe wurden besichtigt und die Aktion des Ferienpasses unterstützt. Neben den vielen Aktionen war es der Frauenunion stets ein besonderes Anliegen, auch den Ortsverband der CSU tatkräftig zu unterstützen. Daher war es ein ungeschriebenes Gesetz, dass die Damen beim alljährlichen Hopfazupfafest, dem Christkindlmarkt und dem Neujahrsempfang mit anpackten.

Auf Kreisebene sind Manuela Deml und Antonie Schlierf als Beisitzer tätig und Andrea Dietenhofer als stellvertretende Kreisvorsitzende. Auch der Terminkalender für das erste Halbjahr steht bereits, unter anderem werden viele Mitglieder bei der Vereidigung ihres Mitliedes Anni Heidersberger dabei sein, die im Stadtrat für Gabriele Bachhuber nachrückt.

 

 

 

 

 

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