Kunst für´s Herz

Kunst für´s  Herz

Geisenfeld

Geisenfeld, 12.06.2018 (sh).

Sommerfrische und Fröhlichkeit begegnen einem ab sofort beim Betreten des Geisenfelder Rathauses. Da finden sich mal Energiebilder mit Orbs, mal Frauenkörper auf Miniquadraten in den Stockwerken. Mit der Eröffnung der Kunstausstellung unter dem Titel „Herzübungen“ präsentieren Horst Werschetzki und Jana A. Hermann ihre unterschiedlichen und doch wieder so komplementären Bilder.

Horst Werschetzki & Jana A. Hermann

Es geht um´s Herz. Beiden. Eine sehr schöne Ergänzung. Jana A. Hermann ist mit ihrem Thema, „Was dein Herz berührt“, eine wunderbare Ergänzung zu Horst Werschetzkis Herzübungen. Ihre Energiebilder fangen die Aura von Menschen und Dingen ein. Sie verbindet Acrylmasse mit Aquarellfarbe. Als ausgebildete Reiki-Lehrerin strahlen ihre Arbeiten viel Strahlkraft auf der einen und Weichheit auf der anderen Seite aus.

„Ich hatte das Gefühl, du schaust mir bis zum Grund meiner Seele“, erinnert sich Christian Staudter über die erste Begegnung mit der Künstlerin. Und wenn sie noch tiefer schauen würde? „Dann sieht sie meine schwarzen Flecken“, scherzt der Bürgermeister, von dem Jana Hermann vielleicht auch bald ein Energiebild anfertigen wird. Hermann traut sich auch durch ihre Kunst an spirituelle Themen. So erzählt sie z.B. von mystischen „Orbs“ - zarten Energiewesen, mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar. Mehrere Nahtoderfahrungen prägten sie nach eigenen Worten. „Wenn es das gäbe, wäre meine Kunst eine Form von spirituellem Expressionismus“, sagt die Künstlerin.


Horst Werschetzki, geboren im tschechischen Eger, kennt als ehemaliger Verlagsgrafiker des Donaukuriers und späterer Artdirector die Wirkung und das Zusammenspiel von Grafik und Design. Nach dem Prager Frühling fand er in Ingolstadt eine neue Heimat. Zu seiner Spezies gehört es, unterschiedlichste Tageseindrücke malerisch auf kleine Quadrate zu bringen, die sich anschließend zu einem kunterbunten Mix zusammenfügen. Seit 2011 entstand so jeden Tag ein Bild auf einer 10 x 10 cm großen Leinwand. Fünf der in Geisenfeld präsentierten Werke stammen von Januar bis Mai 2018, die restlichen sind von 2013. Etwas lässt sich bei Werschetzki´s Kunst nicht verbergen: „Deine Vorliebe zum weiblichen Geschlecht ist schon sehr auffällig“, bemerkt Henriette Staudter verschmitzt bei der Begrüßung im Foyer des Rathauses.

Denn er malt einfach jede Frau schön. So lautete denn auch mal der Kommentar einer Dame, die sich von Horst Werschetzki aktzeichnen ließ: „Lieber von ihm gemalt als vom Leben gezeichnet“. Da mussten die vielen Kunstfanatiker, darunter natürlich etliche vom Kunstkreis Spektrum, die der Ausstellungseröffnung beiwohnten direkt lachen. Die ideale Musik dazu gab es von „Geri & the wagtails“, einer Formation „made in Geisenfeld“. In Geisenfeld ausstellen zu können sei wie ein Sechser im Lotto und macht einfach a Freid, so Werschetzki.

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