Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften

Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften

Geisenfeld

Geisenfeld, 06.07.2018 (sh).

Das Alte Rathaus zählt zu den drei Liegenschaften, deren Energieverbrauch genauer unter die Lupe genommen wird

 

Wie Rathauschef Christian Staudter bekräftigte, sei der Stadt das Thema Klimaschutz sehr wichtig. Deshalb ist man heuer dem kommunalen Energienetzwerk der Technischen Hochschule Amberg beigetreten - um alle kommunalen Liegenschaften einem Energiecheck zu unterziehen. Bei der Optimierung des Heizungsverbunds am Schulzentrum habe diese Zusammenarbeit bereits erste Früchte getragen.


Die Auftragsvergabe für ein digitales Energiemonitoring für kommunale Liegenschaften stand bereits auf der Mai-Tagesordnung des Stadtrats. Jede Gemeinde ist selbst Energieverbraucher. Sie sollte daher durch vorbildliches Verhalten zum Klimaschutz beitragen. Wesentlich dabei ist die Senkung des Energieverbrauchs durch Energieeinsparung. Dank der Freiflächen-Photovoltaikanlagen würden bereits 81 Prozent des Strombedarfs, der im Gemeindegebiet anfällt, regenerativ erzeugt. Zur Steigerung dieser Quote habe man weitere Anlagen auf den Dächern des Klärwerks und des neuen Kindergartens installiert.

Zum Aufbau des digitalen Energiemanagements soll ein cloud-basiertes Energie-Monitoring-System (ems) implementiert werden. Daraus will man sich konkrete Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Energieeffizienz für die einzelnen Gebäude ableiten.

Welche Einsparerfolge möglich sind, will die Stadt zuvorderst beim Alten Rathaus, dem Neuen Rathaus sowie der Grund- und Mittelschule mit den zu versorgenden externen Liegenschaften austesten. Diese Vorauswahl der Gebäude hat die Bauverwaltung in Abstimmung mit dem IfE (Institut für Energiemesstechnik) getroffen. Der Aufbau eines solchen digitalen Energiemonitoring wird gefördert über das Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie mit 50 Prozent der Bruttokosten. Eine 2-jährige Unterstützung erhält die Stadt Geisenfeld außerdem durch ein externes Institut, welches aus den erfassten Daten zu Gas-, Strom-, Wärme- und Wassermengenverbrauch konkrete Handlungsempfehlungen abgibt.
 

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